Kolumnen | Meine Stadt
10/27/2016

Tschocherlreport, Teil 2

Café Blackout (1050 Wien), Espresso Charlotte (1110), Tee- und Likörstube (1220), Rapidstüberl (1150), Weinstüberl (1080), Winzerkönigin (1040), Fredi’s Feuerhalle (1050) oder einfach nur S’ Tschocherl (1080).

Dem Kollegen Arthur Fürnhammer verdanken wir weitere intime Einblicke in eine Welt, die sich uns nicht so mir-nix-dir-nix erschließen will. Im zweiten Teil seines Tschocherlreports (wieder im Löcker-Verlag erschienen) porträtiert der inzwischen Szenekundige weitere 23 Kleinode der Wiener Gastronomie.

Die grüne Holzvertäfelung, die gut abgesessenen Polsterbänke, das grün-weiße Mosaik an der Schank mit dem Schriftzug „Rapid Wien“, das gibt es alles nicht im IKEA-Katalog. Und die roten Lederschuhe vom Wirt im Café Blackout kann man auch nicht erfinden. Seine Stammgäste nennen ihn „wegen seiner roten Bock“ auch Kardinal.

„Für mich war das am Anfang schon eine Überwindung“, erzählt Fürnhammer im weniger verrauchten Hinterzimmer vom Kardinal, wo man nicht gepolstert, dafür auf echtem Holz von Schulsesseln sitzt. „Mich hat interessiert, was das für Typen sind, die am helllichten Tag dort reingehen und im Dunklen drinnen sitzen.“ Fix ist für ihn: Die im Dunklen sind keine schlechten Leute, haben Humor und passen aufeinander auf.