Meinung
02/27/2020

Hoffnung und Halbwissen

Von Freitag bis Sonntag erwartet man beim alpinen Weltcup im oberösterreichischen Hinterstoder 30.000 Ski-Fans.

von Wolfgang Winheim

Premiere im mittleren österreichischen Westen. Zum ersten Mal überhaupt werden an einem Abend nur 132 Kilometer voneinander entfernt über 40.000 Besucher in Fußballstadien strömen: 29.000 in die Salzburger Arena und 13.000 zum LASK auf die Linzer Gugl.

Von Freitag bis Sonntag erwartet man beim alpinen Weltcup im oberösterreichischen Hinterstoder 30.000 Ski-Fans, während anderorts, vor allem südlich des Brenners, wegen des Coronavirus’ reihenweise Sportveranstaltungen abgesagt werden. So gesehen gilt Österreich noch als die viel zitierte Insel der Seligen, wenn ... ja, wenn nicht das kaum Geschriebene ein paar Stunden danach schon grausam überholt sein könnte. Doch im Sport sollte nicht auch noch Panikmache betrieben werden.

Andererseits wäre es krank, Corona mit Halbwissen zu bagatellisieren. So wie das 1986 anfänglich nach der Tschernobyl-Katastrophe getan wurde, als man in Wiener Fußballkreisen das Trainingsverbot für Jugendliche im Freien für maßlos übertrieben hielt.

Aktuell besteht für ganz auf ihre Kickerei Fokussierte die Hoffnung, dass zumindest ein österreichischer Klub in der Europa League aufsteigt; und dass – was ungleich wichtiger wäre – die Achtelfinalspiele dann auch alle wie geplant stattfinden: mit Publikum und ohne Maske.