Die nächste rote Zerreißprobe

Die nächste rote Zerreißprobe
Das Ergebnis der SPÖ-Befragung ist ein Schlag ins Gesicht des roten Establishments. Ob Hans Peter Doskozil darüber glücklich sein kann, bleibt fraglich.
Martin Gebhart

Martin Gebhart

Die SPÖ-Mitgliederbefragung war als Befreiungsschlag gedacht, um endlich die unangenehme Führungsdebatte ad acta legen zu können. Gelungen ist das nicht. Mein weiß zwar jetzt, dass eine Mehrheit dagegen ist, dass Pamela Rendi-Wagner weiterhin an der Spitze der Partei steht. Man weiß aber nicht, wie das Match zwischen dem Sieger der Befragung, Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, und dem Zweitplatzierten, dem Traiskirchner Bürgermeister Andreas Babler, ausgehen wird.

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➤ Porträt: Andreas Babler - gekommen, um zu bleiben

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Zu knapp ist das Ergebnis, als dass man von einem klaren Votum sprechen kann. Und Babler hat im Gegensatz zu Doskozil und Rendi-Wagner nie zugesagt, dass er sich aus dem Rennen nimmt, wenn er nicht Erster wird. Im Gegenteil. Seine ersten Äußerungen nach der Bekanntgabe des Ergebnisses deuten darauf hin, dass er und seine Anhängerschaft bewusst den Kampf mit Hans Peter Doskozil suchen.

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