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11/24/2021

2.500 fürs Erstgeborene: Vučić wünscht sich einen "Baby Boom"

Der serbische Präsident beklagt die sinkende Natalität in seinem Land und will die jungen Leute zum Nachwuchs ermutigen.

von Mirad Odobašić

"Angesichts der Tatsache, dass wir als Nation langsam verschwinden, müssen wir darüber nachdenken, wie wir dieses Problem lösen können", fand der serbische Präsident Aleksandar Vučić bei einer Pressekonferenz am Mittwoch gewohnt klare Worte. Das Staatsoberhaupt des größten ex-jugoslawischen Landes leitete somit die Präsentation seiner neuen demografischen Maßnahmen ein.

"Ungeachtet der Tatsache, dass der Haushalt bereits verabschiedet wurde, werden wir ab sofort anstelle von bisherigen 100.000 ganze 300.000 Dinar (umgerechnet 2.5000) für jedes erstgeborene Kind zahlen", sagte Vučić und fügte hinzu, dass man diese Maßnahme "mit anderen Maßnahmen" kombinieren würde. Die Novellierung des Familiengesetzes würde in Kürze folgen.

Förderungen für den Traum von eigener Wohnung

"Nachdem die Mütter heutzutage ihr erstes Kind in den Dreißigern zur Welt bringen, werden wir versuchen, Studenten - sowohl Damen als auch Herren - zu motivieren, sich nicht vor dem Kinderkriegen zu drücken. Wir werden für Studenten, die Eltern im Werden sind, eine Maßnahme festlegen, dass Prüfungsfristen für sie nicht mehr gelten. Dafür werden sie ihr Studium bis zum 26. bzw. ihr Medizinstudium bis zum 28. Lebensjahr abschließen müssen", stellte Vučić klar. Zudem werde der Staat jungen Paaren unwiderruflich helfen, ihren Traum von der eigenen Wohnung zu erfüllen, das Eigentumsrecht soll allerdings an die Mutter gehen.

"Das werden als direktes Geschenk 10.000 bis 20.000 Euro sein. Es wird eine direkte Motivation sein, das Elternhaus so schnell wie möglich zu verlassen. Es wird jungen Paaren, die eine Familie gründen möchten, viel bedeuten. Wenn Sie 20.000 Euro bekommen, dann bedeutet das viel", erklärte der Präsident die Absicht dahinter. "Und ja: Um einen eventuellen Missbrauch von diesen Förderungen zu verhindern, werden wir alle Rechte an die Mutter binden, weil wir glauben, dass sehr wichtige Aufgaben vor uns liegen".

Allein für die Erhöhung des Zuschusses fürs erstgeborene Kind würde man 50 Millionen Euro im Budget planen. 

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