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10/01/2021

Am 1. Oktober stehen Flucht und Menschenrechte im Mittelpunkt

Zum zehnten Mal organisiert die UNHCR den "Langen Tag der Flucht" mit kostenlosen Programmpunkten.

von Naz Kücüktekin

Ende 2020 waren mindestens 82,4 Millionen Menschen auf der ganzen Welt gezwungen, aus ihrer Heimat zu fliehen – darunter fast 26,4 Millionen Flüchtlinge, von denen etwa die Hälfte unter 18 Jahren alt ist. Hinzu kommen Millionen staatenlose Menschen, denen eine Staatsangehörigkeit verweigert wurde und die keinen Zugang zu grundlegenden Rechten wie Bildung, Gesundheitsversorgung, Beschäftigung und Bewegungsfreiheit haben.
 

Flucht ist ein weltweites Thema. Doch was wissen wir über eigentlich darüber? Was bedeutet Flucht? Welche Erfahrungen machen geflüchtete Menschen, mit welchen Problemen müssen sie fertig werden?

Zehntes Jubiläumsjahr

Flucht, Menschenrechte und Zusammenleben stehen mitunter aus diesem Grund am 1. Oktober im Mittelpunkt. Die Veranstaltungsreihe „Langer Tag der Flucht“, des Flüchtlingskommissariats UNHCR widmet in ganz Österreich dem Themenkomplex. Im zehnten Jubiläumsjahr finden dazu insgesamt rund 100 kostenlose Programmpunkte statt.
 

„Am ‚Langen Tag der Flucht’ können sich BesucherInnen auf vielfältige Weise und je nach persönlichem Interesse dem Themenkreis Flucht nähern. Wir wollen einerseits Möglichkeiten bieten, sich vertiefend mit verschiedenen Aspekten auseinanderzusetzen und Neues zu entdecken, sowie bei allem Ernst der Thematik auch Raum für unbeschwerte Begegnungen bei Workshops, Sport und Spiel schaffen“, so Christoph Pinter, Leiter von UNHCR Österreich.

Klassiker, digitale Angebote und neue Formate

Zahlreiche Museen öffnen ihre Türen und bieten spezielle Führungen und Programme an. Unter den teilnehmenden sind das Weltmuseum, das Jüdische Museum, das Hohenems oder das Obere Belvedere in Wien. Auch der Escape-Room von Künstlerin Deborah Sengl im MuseumsQuartier kann den gesamten Tag kostenlos besucht werden. Hinzu kommen Ausstellungen in Steyr, Imst und Wien, die das Thema Flucht aus lokaler Perspektive beleuchten.

Die Doku "Black Jesus" gibt hingegen Einblick über Flüchtlinge aus Ghana. Zeitgleich zum Kinostart wird die Doku auch im Rahmen eines Grätzlgesprächs beim "Langen Tag der Flucht" zu sehen sein.

Sportliche Tradition beim „Langen Tag der Flucht“ haben das UNHCR-Fußballturnier, das von der Wiener Viktoria ausgerichtet wird, und das Rugby Try Out. Klassiker am „Langen Tag der Flucht“ sind Lesungen, heuer unter anderem mit dem aus Syrien stammenden Schriftsteller Omar Khir Alanam in Wien und der Autorin Nahid Shahalimi, die in Linz das Leben von Frauen in Afghanistan thematisiert. Ebenso wieder am Programm stehen besondere Stadtführungen, heuer z. B. in Innsbruck, Kinovorstellungen, Konzerte. Unter anderem performt der Wiener Rapper und Flüchtlingshelfer Kid Pex.

Auch für die, die lieber zu Hause bleiben wollen, gibt es ein Angebot beim „Langen Tag der Flucht“. Beim WebQuest, eine digitale Rätselrallye, kann man digital mitmachen. Auch Online-Diskussionen und Podcasts stehen am Programm.

Das ganze Programm des „Langen Tags der Flucht“ gibt es unter www.langertagderflucht.at

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