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08/04/2021

Nach "Austria goes Zrće": Was Sie beim Kroatien-Urlaub bedenken sollten

Das Ansteckungsrisiko in den Küstengebieten ist eher gering. In Zagreb wurde die erste Corona-Ambulanz für Touristen eröffnet.

von Mirad Odobasic

"Zwei Gespannschaften verzeichnen gar keine, fünf haben insgesamt 16 Neuinfizierte." So lautet eine (Positiv)Schlagzeile auf dem bestbesuchten kroatischen Portal index.hr am Dienstag. Der Text darunter relativiert den Titel und offenbart die weniger positive Realität, denn von Montag auf Dienstag wurden in Kroatien 186 neue Corona-Fälle gezählt. Nur einen Tag zuvor sah alles rosiger aus, hatten die zuständigen Behörden doch lediglich 29 neue Corona-Fälle in dem Land, das aus 20 Gespannschaften (= Bundesländer) plus Hauptstadt Zagreb besteht, gemeldet.

Der Haken an der Zahlensuppe: An dem besagten Tag wurden landesweit ganze 3.243 Testungen durchgeführt. Zum Vergleich: An demselben Tag wurden in Österreich, das mehr als doppelt so viele Einwohner zählt, 39.650 PCR-Tests durchgeführt. Das beliebte Urlaubsland an der Adria-Küste ist gewiss kein Test-Weltmeister. 

Entspannte Lage in Istrien 

Von großer Relevanz ist für die österreichischen Urlauber nach den unliebsamen Geschehnissen rund um ein Festival in Zrće die Lage in der Gespannschaft Istrien. Dort wurde von Montag auf Dienstag nur eine Neuinfektionen verzeichnet. Die meisten der 347 Personen, die sich derzeit in häuslicher Quarantäne befinden, seien direkt von der Grenze in Quarantäne geschickt worden, heißt es seitens der Behörden. Die meisten werden wohl keinen für die Einreise erforderlichen 3-G-Nachweis gehabt haben. 

Derzeit gäbe es in Istrien nur 23 Corona-Infizierte, im größten Krankenhaus in Pula liegen acht Covid-19-Patienten. Die Zahlen sind aber trotz der scheinbar entspannten Lage langsam am Steigen. Noch am vergangenen Donnerstag waren es ganze fünf aktive Covid-19 Fälle. 

Erste Covid-Ambulanz für Touristen

Die kroatische Regierung ist wohl auch wegen des steigenden Trends - seit einigen Tagen bewegen sich die Zahlen der Neuinfektionen im Schnitt bei etwas unter 200 pro Tag - auf der Hut. So wurde am Montag in Zagreb, wo ähnlich wie in Österreich in Wien täglich die meisten Neuinfektionen gezählt werden (am Dienstag waren es 40), die erste Covid-Ambulanz für Touristen eröffnet. 

Der Covid-Stützpunkt im Krankenhaus in Zagreb-Siget soll rund um die Uhr geöffnet sein. Dort können sowohl Touristen, aber auch Einheimische einen Antigen-Test durchführen. Der Preis für die Touristen beträgt 75 Kuna (umgerechnet 10 Euro), den Rest der anfallenden Kosten trägt die Tourismusgemeinde.

Wie der staatliche TV-Sender HRT berichtete, bildete sich vor der Ambulanz im Stadtteil Siget bereits seit den Morgenstunden des Eröffnungstags eine Schlange. Die positive Nachricht: keiner der durchgeführten Tests war positiv. 

Waldbrände in Dalmatien

In Dalmatien ist man derzeit eher mit Waldbränden als mit Corona beschäftigt. In den letzten Tagen hat es in Zadar, aber vor allem um die beiden beliebten Küstenorte Trogir und Makarska, die sich unweit von Split befinden, gebrannt. Allein in Seget Gornji bei Trogir brannten 800 Hektar Wald ab.

Als ob die Naturkatastrophen nicht genug wären, vermeldete der Krisenstab der Gespannschaft Split-Dubrovnik die höchste Anzahl der Neuinfektionen im ganzen Lande. Bei 41 Personen wurde eine Corona-Infektion festgestellt, 19 davon kommen aus der größten Stadt Südkroatiens Split. Immerhin gehen die Zahlen nicht nach oben, denn vor genau einer Woche waren es eben auch 41. 

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