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Kroatien plant den Bau einer Autobahn nach Dubrovnik

Damit sollten die Baulichkeiten an der Adriatisch-ionischen Autobahn in diesem Land abgeschlossen werden.

09/20/2023, 10:43 AM

Dubrovnik gehört seit Jahren zu den meistbesuchten StĂ€dten in Kroatien. Einer britischen Studie zufolge habe die "Perle der Adria" bei der Zahl der GĂ€ste pro Einwohner sogar Venedig ĂŒberholt und sei in dieser Kategorie die unangefochtene Nummer eins in Europa. Dieser, fĂŒr die Ortsbewohner nicht nur erfreuliche Trend, dĂŒrfte sich fortsetzen. Denn in Zukunft wird man die im Ă€ußersten SĂŒden des Landes gelegene Stadt noch leichter erreichen können - mit einer Autobahn. Bisher kamen die meisten Touristen per Flugzeug nach Dubrovnik, teils auch wegen der beschwerlichen Anreise ĂŒber Landstraßen.

Wie der kroatische Minister fĂŒr Meer, Verkehr und Infrastruktur Oleg Butković nun erklĂ€rte, habe die kroatische Regierung beschlossen, die verbleibenden drei Jumbo-Darlehen in Höhe von 600 Millionen Euro aufzunehmen.

Hrvatske autoceste (HAC) ist die grĂ¶ĂŸte aller Autobahngesellschaften und ist zu 100 Prozent im Besitz des kroatischen Verkehrsministeriums. Sie wurde 1991 gegrĂŒndet und ist fĂŒr Investitionen in die kroatische Autobahn-Infrastruktur und deren anschließende Nutzung verantwortlich.

Finanziert werden die Investitionen in die kroatischen Autobahnen zum grĂ¶ĂŸten Teil (83 Prozent) aus den Verbrauchsteuern auf EnergietrĂ€ger, zu 12 Prozent aus Krediten der EuropĂ€ischen Investitionsbank (EIB) und der EuropĂ€ischen Bank fĂŒr Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) sowie zu 5 Prozent von der EU.

Mit dem Geld wolle man den Bau der beiden verbliebenen Abschnitte des Adriatisch-Ionischen Korridors, der sich auf einer LĂ€nge von 1.100 Kilometern zwischen Italien und Griechenland erstrecken soll, in Kroatien finanzieren. Es handelt sich um die Abschnitte KriĆŸiơće - Ćœuta Lokva und eben Doli - Dubrovnik

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Die kroatischen Autobahnen haben ĂŒber 3 Milliarden Schulden

Insgesamt 1,3 Milliarden Euro lĂ€sst man sich den Bau der beiden wichtigen Etappen kosten. Nun gehe es laut Minister nur noch um die Dynamik der Umsetzung. "Eine Ausschreibung fĂŒr die erste Phase des Abschnitts Doli - Dubrovnik wird bis Ende des Jahres bekannt gegeben", kĂŒndigte Butković an. Bis 2030 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen worden sein. 

Die kroatische Regierung hat vergangene Woche den Kroatischen Autobahnen ein neues Darlehen in Höhe von 2,172 Milliarden Euro genehmigt. Dabei geht es um die Refinanzierung der bestehenden Kreditschulden in Höhe von 1,572 Milliarden Euro und um die neuen Kreditschulden in Höhe von 600 Millionen Euro. Der Vertrag wird bis zum 30. September mit 11 kroatischen Banken abgeschlossen, die RĂŒckzahlungsfrist ist das Jahr 2040.

Die kroatischen Autobahnen haben derzeit laut dem Blatt Jutarnji Schulden in Höhe von 3,030 Milliarden Euro.

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