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© APA/AFP/MARTIN BUREAU / MARTIN BUREAU

Viral
02/17/2022

Influencerin bekam Drohungen nach kritischer Botschaft an Djokovic

"Auf dem Tennisplatz bist du am leichtesten zu ertragen", schrieb die Bosnierin. Den Fans des Superstars missfiel dies.

"Nole, hier bin ich, nach 40 Chemos und drei Impfungen - und ich stemme 90 kg im Fitnessstudio. Du schaffst das schon, Kleiner, es ist nicht so schlimm. Auf dem Tennisplatz bist du sowieso am leichtesten zu ertragen", hatte Brankica Rakovińá vor einigen Tagen auf Twitter geschrieben. 43.000 Follower lasen ihre kritische Message an den impfunwilligen Tennis-Superstar Novak Djokovińá.

Die 35-J√§hrige ist eine Influencerin. Aufmerksam machte die aus der bosnischen Stadt Banja Luka stammende Rakovińá die √Ėffentlichkeit auf sich, indem sie sie √ľber ihren langen Kampf mit einer schweren Erkrankung informierte. Wenige Monate nach der Geburt ihrer Tochter erhielt sie n√§mlich die ern√ľchternde Diagnose Hodgkin-Lymphom. Nach unz√§hligen Chemotherapien besiegte Rakovińá den Krebs, seit 2018 gilt sie als geheilt. An ihrem Leidensweg lie√ü die Besitzerin einer Digitalmarketing-Agentur andere teilnehmen, weil sie mit ihrer Geschichte, so sagte sie in einem Zeitungsinterview, alle, die √Ąhnliches durchmachen, inspirieren wollte.

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Mit ihrem Tweet wollte sie auch die Nummer eins in der Herren-Tenniswelt zu (zumindest) einer Spritze ermutigen, doch das ging gr√ľndlich schief. 

"Ich habe Tweets gel√∂scht, die Djokovińá gewidmet sind. Die Menge an Drohungen, Aufforderungen, mein Profil zu l√∂schen, Beleidigungen und Schrecken, weil ich, ein 'Niemand und nichts', mich mit meinem Training √ľber ihn lustig gemacht habe, weil meine Therapie und meine Impfung KRANK sind. Lasst euch behandeln. Das ist sicher m√∂glich", schrieb sie, entsetzt √ľber die zahlreichen b√∂sen Kommentare unter ihrem Posting, und f√ľgte hinzu: "Ich hoffe, ihr liebt euch selbst genauso sehr wie ihr Djokovińá liebt. Er kann sich gl√ľcklich sch√§tzen, solche Fans zu haben, die zu allem bereit sind. NOT!"

Bevor Brankica Rakovińá ihren Twitter-Account g√§nzlich l√∂schte, hatte sie noch einen letzten Tweet in die Welt gesetzt. "Leute, wen k√ľmmert's, was ich denke? Und wenn k√ľmmert's, was Novak denkt? Ach ja, das k√ľmmert den ganzen Planeten. Deshalb ist wohl seine Meinung √ľber die Impfung so wichtig. Aber who cares...", schrieb die Frau, die mit ihrem Mut viele im Bosnisch/Kroatisch/Serbisch-sprechenden Raum inspiriert hat. Ob sie es bald wieder tut, ist mehr als fraglich.

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