In den vergangenen Wochen gab es zahlreiche Proteste gegen den Lithium-Abbau in Serbien. 

© APA/AFP/ANDREJ ISAKOVIC

Mehr Platz
12/16/2021

In Serbien soll es doch kein Lithium-Bergwerk geben

Gemeinde Loznica setzt nach massiven Protesten der Umweltschützer diesbezüglichen Raumpläne außer Kraft.

In der westserbischen Region von Loznica soll es doch kein Lithium-Bergwerk geben. Nach landesweiten Protesten von Umweltschützern hat die Gemeindeversammlung der Kleinstadt am Donnerstag einen im Sommer angenommenen Raumplan außer Kraft gesetzt, welcher die Errichtung des Bergwerkes vorsah.

Schon zuvor hatte das Parlament, ebenso wegen massiver Verkehrsblockaden, kürzlich ein umstrittenes Referendumsgesetz abgeändert. Auch das im November erlassene Enteignungsgesetz soll unter Druck der Öffentlichkeit nun neu verfasst werden. Nach Ansicht von Umweltschützern sollten beide Gesetze in ihrer Originalfassung dem australischen Konzern Rio Tinto den Bau des Lithiumbergwerkes erleichtern.

Unbekannte Vereinbarungen

Der australische Konzern hatte im Juli angekündigt, in der westserbischen Region unweit des Flusses Drina 2,4 Milliarden Dollar (2,13 Mrd. Euro) in ein Lithium-Bergwerk und in eine Verarbeitungsanlage investieren zu wollen. Rio Tinto hatte bereits 2006 in der Nähe von Loznica beträchtliche Lithiumvorkommen entdeckt. Die Vereinbarungen, die serbische Regierungen seit 2012 mit Rio Tinto erzielt haben, sind der Öffentlichkeit weiterhin völlig unbekannt.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.