Leben
14.03.2018

Vor US-Kapitol: 7.000 Schuhe gegen Waffengewalt

Mit der Protestaktion wollen Aktivisten auf die Opfer von Waffengewalt in den USA aufmerksam machen.

Die Debatte rund um Waffengewalt- und gesetze ist in den USA allgegenwärtig. Erst am diesjährigen Valentinstag schoss der 19-jährige Nikolas Cruz in der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland im US-Bundesstaat Florida mit einem Schnellfeuergewehr um sich. Neben 17 Toten gab es 17 Verletzte. Cruz droht die Todesstrafe (mehr dazu hier).

Geschichte der Gewalt

Die Liste von Gewaltexzessen an US-Schulen ist lang. Auf tragische Weise unvergessen bleiben unter anderem die bewaffneten Angriffe an der Columbine High School in Colorado (1999), der Virginia Tech in Virginia (2007) und der Sandy Hook Elementary School in Connecticut. Letzterer ereignete sich am Vormittag des 14. Dezember 2012 und gehört zu den folgenschwersten Gewalttaten an einer Bildungseinrichtung in den Vereinigten Staaten. 28 Menschen kamen ums Leben.

Um zu untermalen, wie viele Kinder und Jugendliche seither durch Waffengewalt an Schulen gestorben sind und ihnen zu gedenken, wurden am Dienstag 7.000 Schuhpaare vor dem US-Kapitol in Washington, D.C. niedergelegt. Auf dem Rasen vor dem Sitz des Kongresses liegend sollten sie ein stummer Appell an die Abgeordneten und Senatoren sein. Schärfere Waffengesetze für weniger Todesopfer, so die Botschaft der Aktion, die von der internationalen Aktivisten-Gruppe Avaaz ins Leben gerufen wurde.

Avaaz ist eine soziale Bewegung, die seit 2007 Kampagnen zu aktuellen Ereignissen und Themen (darunter Tierrechte, Klimawandel, Korruption und Armut) auf der ganzen Welt betreibt. "So wollen wir die Lücke schließen zwischen der Welt, die wir haben, und der Welt, die sich die meisten Menschen überall wünschen", so das Selbstverständnis der Organisation.

Die 7.000 Schuhe, die knapp sechs Stunden vor dem Kapitol lagen, wurden über Spenden gesammelt. Laut Homepage gingen Schuhspenden von Familien der Opfer, der Bevölkerung und berühmten Persönlichkeiten bei der Organisation ein.

Die Aktion soll neben Bewusstsein auch Aufmerksamkeit für den bevorstehenden March for our Lives generieren. Der Protestmarsch findet am 24. März statt und richtet sich gegen Waffengewalt. "Vor dem bevorstehenden March for our Lives soll dieses Denkmal den Kummer, der durch Waffengewalt entsteht, direkt auf die Türschwelle des Kongresses bringen", hieß es laut Vox.com in einer Presseaussendung zur Aktion.

Impressionen der Protestaktion:

Schuhe gegen Waffengewalt

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