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Leben Reise
08/02/2022

Reiselust: Flugscham bereits für jeden Zweiten ein Thema

Ein kurzer Wochenendtrip nach Paris oder Istanbul. So einfach fällt diese Entscheidung laut einer Umfrage vielen nicht mehr.

von Monika Mueller

Flugscham ist für mehr als die Hälfte (54%) der Bevölkerung bereits mehr als ein Modewort. Das behauptet zumindest eine Umfrage des Marketagent mit 1.000 Befragten.

Das Wort kommt ursprünglich aus Schweden, das in Sachen Klimapolitik ein Trendsetter ist. Schon vor Greta Thunberg hat man 2017 von „flygskam“ gesprochen, also von Flugscham. Erstmals erschienen ist der Begriff am 14. März 2018 im Svenska Dagbladet.

Von hier hat er sich rasant verbreitet. 2019 wurde er zu einem der drei Deutschschweizer Wörter des Jahres gewählt, seit 2020 steht das Wort im Duden. Und heute empfindet mehr als jeder zweite Österreicher Flugscham, wenn er ein Flugzeug besteigt.

Terran oder Flexi-Terran 

Laut Umfrage verreisen die Österreicher im Schnitt zwei Wochen im Jahr - eine Flugreise inklusive. Die Zukunft könnte allerdings im terranen Reisen liegen. Das heißt, anstatt in der Luft, sich nur noch an Land fortzubewegen.

Immerhin sechs von zehn Österreichern können sich vorstellen, künftig nur noch flexi-terran zu verreisen, das heißt, die Flugreisen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Gänzlich auf das Flugzeug zu verzichten, ist hingegen nur für vier von zehn vorstellbar.

Innerhalb Europas bevorzugen die Österreicher allerdings ohnehin bereits das terrane Reisen. Die Mehrheit steigt für den Europaurlaub ins eigene Auto, nur zwei von fünf benutzen das Flugzeug.

Generell bevorzugen die Österreicher ihr eigenes Auto, da es drei der Top-4-Kriterien für angenehmes Reisen erfüllt: Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis (64%), Komfort bei der Reise (52%) und wenig bis kein Umsteigen sind nötig (51%).

Seit das Wort Flugscham zum ersten Mal benutzt wurde, ist viel passiert. Derzeit haben viele Promis Erklärungsbedarf, wenn sie für eine kurze Strecke ins Flugzeug steigen.

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Laut Berechnungen aus dem Jahr 2019 würde der Flugverkehr in den kommenden 20 Jahren jährlich um 3,7 Prozent steigen. Das war allerdings vor der Pandemie. Ob diese Entwicklung jetzt nachgeholt wird, ist fraglich.

Derzeit versucht die Forschung, das grüne Fliegen zu entwickeln. Bis es so weit ist, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Was man schon jetzt tun kann, ist die Lenkung von Flugzeugen optimieren. Das heißt, auf idealer Höhe fliegen und auf Umwege verzichten.

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