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Lust auf gute Spiele

Leser und ein Experte erklären, was spielenswert ist.
Mehrfarbige Spielfiguren und ein Würfel auf einem Spielbrett.

Was macht ein gutes Spiel aus? Es gibt jedes Jahr Tausende Neuerscheinungen auf dem Markt, aber nur wenige werden zu erfolgreichen Klassikern. Und nicht immer reüssieren die prämierten "Spiele des Jahres" beim Publikum. Das Geheimnis liegt tiefer.

Der KURIER bat Leserinnen und Leser, die besten neuen Spiele auf Brett und Kegel zu testen. Im zweiten Teil stellen wir die Bewertungen – maximal fünf Punkte – im Bereich "Party-, Reaktions- und Geschicklichkeitsspiele" vor. Die Ergebnisse sind teilweise überraschend, und es zeigt sich, dass die Neuerscheinungen 2016 insgesamt schlechter wegkommen als jene der Vorjahre. Was wieder zur Frage führt: Woran liegt das?

In einen Flow kommen

Dieter Strehl vom Wiener Spielehersteller Piatnik muss wissen, was ein gelungenes Spiel braucht. "Man beschäftigt sich dann gerne damit, wenn man in einen Flow kommt und eine spezifische Erfahrung hat – zum Beispiel weil das Spiel so viel Spaß macht oder so kommunikativ ist." Man kann diesen Erfolg nicht an einem Element festmachen, es gibt Klassiker mit einfacher Ausstattung, andere mit vielen bunten Teilchen. "Es muss ein Erlebnis sein. Darüber entscheidet sich die Wiederspiellust." Ist die hoch, hat ein Spiel gewonnen. Bestes Beispiel dafür sind traditionelle Kartenspiele von Bridge bis Tarock: einfache Aufmachung, extrem variantenreich und sehr hohe Wiederspielrate – manchmal die ganze Nacht hindurch.

Veranstaltungen

Am kommenden Wochenende können leidenschaftliche Spieler übrigens in der Messe Wien (www.spielespass.at) und in Gänserndorf (www.spielefest.at) testen und schnuppern.

Das Logo von „Kurier Leser testen Spiele“ auf gelbem Grund.

KURIER-Leser testen Party-, Reaktions- und Geschicklichkeitsspiele

Eine Gruppe von Menschen spielt das Brettspiel „Krazy Wordz“ an einem Tisch.

Fotos von Lesern zum Spieletest 2016. Einverständn…
Die Verpackung des Wortfindungsspiels „Krazy Wordz“ von Fishtank.

Spieletest 2016, Spiele Cover udn Innen…
Ein Mädchen und eine Frau spielen ein Geschicklichkeitsspiel am Tisch.

Fotos von Lesern zum Spieletest 2016. Einverständn…
Das Spiel „Nitro Glyxerol“ mit Spielkarten, Sanduhr und Labyrinthen mit farbigen Würfeln.

Spiel Nitro Glyxerol Cover, Zoch-Verlag…
Zwei Personen spielen das Spiel Jenga.

Fotos von Lesern zum Spieletest 2016. Einverständn…
Die Verpackung des Spiels „Jenga Gold“ mit goldenen Spielsteinen.

Spieletest 2016, Spiele Cover udn Innen…
Eine Familie sitzt an einem Tisch und spielt ein Kartenspiel.

Fotos von Lesern zum Spieletest 2016. Einverständn…
Die Verpackung des Partyspiels „Brainstorm“ von Amigo mit Flixbus-Gutschein.

Spiel Brainstorm Cover, Amigo…
Das Spiel „Geistesblitz“ mit Spielkarten, einer Lampe, einer Flasche, einer Maus und einem Geist.

Spieletest 2016, Spiele Cover udn Innen…

Das traditionelle „Spielefest“, zu dem die Veranstalter Ferdinand de Cassan und Frau erstmals 1984 luden, fällt dieses Jahr in Wien aus. Heute ist es noch in Klagenfurt und Wolkersdorf, demnächst in Gänserndorf, auf der Schallaburg, in Mistelbach, Lienz und Liezen. 2017 soll es auch wieder nach Wien kommen. Alle Termine und Info unter www.spielefest.at.

Stattdessen gibt es am kommenden Wochenende das erste Wiener Spielefestival „spielespass“ in der Messe Wien. (19. Nov. 10–19 Uhr, 20. Nov. 10–17 Uhr). Es wird stärker Produkt-getrieben sein, bietet aber nach wie vor alle Neuheiten zum Testen. Daneben gibt es mehr Spielzeug als beim Spielefest, von technischen Gimmicks wie Roboter-Hunden über leuchtende Bausteine bis zu Holzspielzeug, Knete und den neuesten Schrei: Indoor-Sand. Daneben wird viel Rahmenprogramm und ein Gewinnspiel (Auto und Spiele für Thermen-Wochenende) versprochen.

Info auf www.spielespass.at und facebook/spielespassmesse – die Tickets sind im Vorverkauf deutlich billiger (z.B. 24 € für eine Familie).

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