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© Vagina Museum London,

Leben
03/27/2019

In London ist das erste Vagina-Museum der Welt geplant

Die Erfinderinnen des Projekts wollen mit Tabus aufräumen - noch suchen sie nach Sponsoren.

von Gabriele Kuhn

"Es existiert ein Penismuseum in Island, und das ist wirklich cool. Aber nirgendwo auf der Welt gibt es ein echtes Vagina-Museum. Wir waren ganz schön verärgert, als wir das rausgefunden haben. Dann dachten wir, es gibt nur einen Weg, das zu beheben: eines zu eröffnen."

So erklären die Erfinderinnen des weltweit ersten Vagina-Museums ihre Ambitionen. Jetzt braucht Florence Schechter, Komödiantin, Youtuberin und Gründerin des Projekts, nur noch die entsprechende finanzielle Unterstützung. Über die Plattform "Crowdfunder" hat sie bis 26. März 2.063 britische Pfund von 343 Unterstützern bekommen. 300.000 Pfund werden insgesamt gebraucht.

Geplant ist die Eröffnung im November 2019, in Camden Market, London.

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Tabubruch

Es geht um Vaginas, Vulvas und weibliche Anatomie. Ziel ist es, zu enttabuisieren und zu entstigmatisieren. Denn viele (vor allem junge) Frauen hätten nach wie vor keinen Bezug zu ihrer Anatomie, haben Probleme, das Wort Vagina oder Vulva zu verwenden, oder mit einem Arzt über gynäkologische Themen zu sprechen.

Stattdessen wird der weibliche Intimbereich zur Problemzone gemacht, die Zahl der ästhetischen Eingriffe steigt, die damit verknüpfte Idee: "da unten" möglichst so auszusehen, wie es etwa in Pornos dargestellt wird. Also wird an Schamlippen herumgeschnipselt und verengt, was angeblich "zu weit" ist. "Mit einem Vaginamuseum können Menschen lernen, dass Vulvas und Vaginas nichts sind, wofür man sich schämen müsste", heißt es auf der Website des Museums.

Geplant sind Ausstellungen, die das ganze Themenspektrum abdecken – von Anatomie über Gesundheit und Menstruation bis hin zu Sex oder Body Image.

Übrigens existiert bereits ein virtuelles Vagina-Museum - und zwar ausgerechnet in Österreich. Auch dort geht es darum, dass Geschlechterparadigmen kritisch hinterfragt und ein für allemal aufgebrochen werden. Es versteht sich daher auch als Bildungsplattform. Das Projekt wurde im Jahr 2014 von der österreichischen Künstlerin Kerstin Rajnar gegründet.

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