Von Gnocchi bis Curry: Kreative Maroni-Rezepte für den Herbst

Von Gnocchi bis Curry: Kreative Maroni-Rezepte für den Herbst
Wir kennen sie im Papierstanitzel, als Dessertcrème oder Suppe. Dabei können die Edelkastanien so viel mehr. Drei Rezepte zum Nachkochen.

Sechshundert Jahre alt werden manche Edelkastanienbäume, einer auf Sizilien wird sogar auf zweitausend Jahre geschätzt – und hat einen eigenen Namen: Castagno dei Cento Cavalli. Weil aber die Menschen in all diesen Hunderten kalten Wintern noch keine Maronistandler hatten, bereiteten sie die edle Kastanie selbst zu. Das geht nämlich auch.

Dabei muss die Zubereitung der Maroni fürs Stanitzel nicht das Ende sein, beim Kochen ist es erst der Ausgangspunkt. Denn natürlich muss die Herbstkugel zuerst immer weich gemacht werden: Dazu ritzt man der Maroni entweder ein Kreuz in die Schale (bis zum Fruchtfleisch) und legt sie bei 180 Grad Heißluft in den Ofen, bis sich die Schale schön aufbiegt (Schüssel Wasser dazustellen, dann trocknet sie nicht aus!). Oder man kocht sie in Wasser. So oder so muss man im Anschluss die gesamte Schale (samt der Haut) runterfitzeln, im noch heißen Zustand. Immer ein Autsch.

Wer dann dem Verzehr widerstehen kann, kocht mit der Edelkastanie. Denn die stärkereiche Nussfrucht kann äußerst vielfältig in der Küche verwendet werden, von süß bis Fleischersatz. Kochpragmatiker können die Eigengarung überspringen und zu den vakuumierten Fertig-Maroni greifen, die es mittlerweile in bester Qualität gibt.

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