An einer britischen Uni sollen Hunde die psychische Gesundheit von Studierenden fördern.

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Leben
05/01/2019

Anti-Stress-Hunde an der Uni: Vierbeiner gegen Prüfungsangst

An der britischen Middlesex University stehen Hunde Studierenden mit Prüfungsstress oder Angstzuständen zur Seite.

Dass Hunde als Haustiere die Gesundheit des Halters fördern können, gilt wissenschaftlich als gesichert. So erfreuen sich Besitzer etwa dank eines gesünderen – weil aktiveren – Lebensstils einer höheren Lebenserwartung. Ganz generell scheinen Haustiere das Stressempfinden im Alltag zu reduzieren, was wiederum das seelische Wohlbefinden unterstützt.

Wohlfühlhunde im Hörsaal

Letzteres macht sich nun eine britische Universität zunutze. An der Middlesex University in Hendon im Norden Londons gehören Hunde nun zum Mitarbeiterstab. Sie sollen Studierenden, die an Prüfungsangst oder Angststörungen leiden, helfen, den Uni-Alltag zu bewältigen. Das berichtet unter anderem die BBC.

Insgesamt fünf Labradore wurden zu "Hunde-Lehrassistenten" ausgebildet und sollen durch ihre Anwesenheit das Wohlbefinden der Studierenden verbessern.

"Man fühlt, wie der Stress abnimmt"

"Man kann buchstäblich fühlen, wie der Stress abnimmt", sagte Fiona Suthers, Vortragende an der Universität und Leiterin des Programms. "Es ist erstaunlich und wir sind sehr daran interessiert, das, was wir tun, auszubauen. Als wir das System anfangs eingeführt haben, glaube ich nicht, dass einer von uns gedacht hätte, dass es so erfolgreich sein würde."

Suthers fügte hinzu, dass alle Hunde speziell ausgebildet seien. Eine "strenge Beurteilung" habe sichergestellt, dass sie über ein geeignetes Temperament verfügen, um als Therapiehunde eingesetzt zu werden.

Erst vergangenen Monat hatte der Vizerektor der britischen Universität von Buckingham, Sir Anthony Seldon, den Einsatz von Hunden an Universitäten begrüßt. "Der schnellste und größte Erfolg, den wir zur Verbesserung der psychischen Gesundheit in unseren Bildungseinrichtungen erreichen können, besteht darin, in jeder einzelnen Schule des Landes mindestens einen Hund zu haben", sagte er.

Der britische Bildungsminister Damian Hinds unterstützte seine Aussage und bestätigte, dass mittlerweile immer mehr britische Schulen "Wohlfühlhunde" haben und "die Haustiere auch wirklich helfen" würden.