Hier isst ein Jugendlicher eine Zitrone mit Schale.

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Leben
05/02/2019

Ärzte warnen: Challenge veranlasst User, Lebensmittel mit Schale zu essen

Im Netz tummeln sich derzeit Videos, die Menschen dabei zeigen, wie sie Lebensmittel mit Schale verspeisen.

Experten sind erschüttert: Eine neue Internet-Challenge animiert Nutzer dazu, diverse Lebensmittel mit Schale beziehungsweise Verpackung zu essen. Nach der "Kiki Challenge", der "Tide Pod Challenge", der "Bird Box Challenge" und der "Cinnamon-Challenge" bringt nun die sogenannte "Shell On Challenge" User erneut in Gefahr.

User in Gefahr

Wie der Nachrichtenkanal ABC berichtet, zeigen sich junge Menschen im Zuge der Challenge beispielsweise beim Essen ungeschälter Bananen oder Zitronen. Auch in Lebensmittel in Plastikverpackung oder Kartonhüllen wird leichtsinnig gebissen. Eine Jugendlicher aus dem Bundesstaat Arizona soll sich etwa dabei gefilmt haben, wie er sich daran machte, Karotten in einem Plastiksack zu verspeisen.

"Ich glaube nicht, dass viele Teenager vorausschauend denken: 'Oh, ich muss diese Zitrone waschen bevor ich diese Challenge mache'", sagte Kinderärztin Danelle Stabel von der Gesundheitsorganisation Henry Ford Health System dem TV-Sender WXYZ-TV.

Chemikalien auf Schalen

Und dieser Gedanke betreffe lediglich die gesundheitsschädlichen Pestizide, die sich auf der Schale von Obst oder Gemüse befinden können. Viel besorgniserregender findet Stabel, dass bei der "Shell On Challenge" auch Plastik gegessen wird. Dies könne jeden, "der auch nur einen Bissen davon nimmt, in unmittelbare Gefahr bringen".

"Das macht mir noch mehr Sorgen, weil man an allem, was man isst und was nicht verdaut werden kann, ersticken kann", so Stabel. "Das Risiko beim Atmen daran zu ersticken ist für mich die größte Gefahr, und – wie gesagt – das Zeug ist auch nicht dazu gedacht, verdaut zu werden, je nachdem, wie groß der Bissen ist, den man nimmt."

Rat an Eltern

Eltern von Jugendlichen, die durch soziale Medien auf die Challenge aufmerksam werden und diese nachahmen könnten, rät Stabel: "Ich ermutige Eltern immer, auf den Social-Media-Konten ihrer Kinder aktiv zu sein und sich zu informieren, was sie online veröffentlichen."