Adam sucht was zum Anziehen: RTL lässt in "Adam sucht Eva" wieder komplett die Hüllen (seiner Kandidaten) fallen.
Sexualität
08/29/2014

Po & Co: So "liest" Adam seine Eva

Den weiblichen Körper lesen - vom Scheitel bis zur Sohle.

Im RTL-Format „Adam sucht Eva. Gestrandet im Paradies“ präsentieren sich zwei Singles nackt, um einander besser kennenzulernen und, allenfalls, ein Paar zu werden. Dazu passt ein Buch-Klassiker. In der „Nackten Eva“ , 2005 in deutscher Sprache erschienen, zerlegt der Zoologe und Verhaltensforscher Desmond Morris die Anatomie der Frau. Von Kopf bis Fuß – von den Haarspitzen bis zu den Fesseln. Jeder Körperteil erzählt seine eigene Geschichte. Fazit des Forschers: „Jede Frau hat einen schönen Körper – das großartige Endergebnis einer Jahrmillionen währenden Evolution. Dieser Körper ist reich an erstaunlichen Anpassungen und subtilen Verfeinerungen, die ihn zum bemerkenswertesten Organismus auf unserem Planeten machen.“

Ein Body-ABC...

angelehnt an Desmond Morris' Bestseller - oder: Wie Adam seine Eva lesen kann:

1. Haar – wallend oder Bubikopf? Die Symbolik des weiblichen Haares weist eine einfache Dichotomie auf – den Kontrast zwischen langem, frei herabfallendem natürlichem Haar, über das man streichen kann. Und kurzem, strengem, straff frisiertem Haar. Langes, lockeres Haar wurde mit Zügellosigkeit, Sexualität, geistiger Freiheit, friedlicher Rebellion und Kreativität assoziiert. Kurzes, straffes Haar mit Disziplin, Selbstbeherrschung, Tüchtigkeit, Anpassungsfähigkeit und Selbstbewusstsein. Morris: „Das sind gewiss allzu grobe Verallgemeinerungen, aber überraschenderweise stimmen sie in vielen Fällen mit den Tatsachen überein.“

2. Erstaunt oder kritisch? Wenn Frauen die Brauen heben. Das typische Hochziehen der Augenbrauen ist ein Verhaltensmuster, das wir mit anderen Primatenarten teilen; bei ihnen wie bei uns scheint es zunächst dazu gedient zu haben, die Sicht zu verbessern. Ein „Augen-Öffner“, um die Anzahl der visuellen Eindrücke zu erhöhen.

3. Das Geheimnis der Ohrläppchen Sie fehlen bei unseren nächsten Verwandten, sind ein spezifisches Merkmal des Menschen, das sich im Zuge unserer gesteigerten Sexualität ausbildete. Morris: „Untersuchungen des sexuellen Verhaltens haben gezeigt, dass sich die Ohrläppchen bei starker Erregung mit Blut füllen und anschwellen. Dadurch reagieren sie äußerst empfindlich auf Berührungen.“ Gut zu wissen, Adam.

4. Schau mir in die Augen, Eva Zum Senken des Blicks schreibt Morris: „Geschieht es mit Bedacht, dient es manchmal als Zeichen der Bescheidenheit. Das Heben des Blicks erweckt den Schein von Unschuld. Wütendes Funkeln im Blick ist eine komplexe Variante des starren Blicks und heißt: Ich bin so verärgert wie überrascht. Und schließlich „mit den Wimpern klimpern“: Es handelt sich um eine Erweiterung des weiten, unschuldigen Blicks und um einen koketten, theatralischen Ausdruck, der zu verstehen geben soll: „Auf mich kleines Ding kannst du doch gar nicht böse sein.“

5. Errötend folgt sie seinen Spuren Weibliche Wangen, die leuchtend rot anlaufen können auch Indikatoren von Wut sein. Laut Morris lauft die Rötung dann nach einem anderen Muster ab – die Farbe breitet sich nicht vom Zentrum der Wange her aus, sondern schießt an allen Stellen gleichzeitig ein.

6. Lippenerkenntnisse Warum üben die Lippen rein optisch eine so starke sexuelle Anziehungskraft aus? Weil sie in Form, Beschaffenheit und Farbe jene anderen weiblichen Lippen nachahmen, die durch und durch sexuell sind. Nur so, Mister Adam: Bei einer Umfrage zu den 10 Stellen am weiblichen Körper, die ein Mann während des Vorspiels berührt, stellte sich heraus, dass die Lippen die wichtigere, erogene Zone sind. Nicht die Brüste und nicht die Genitalien – sondern: die Lippen!

7. Hals über Kopf Man achte auf das „Heranlocken mit dem Kopf“, wobei der Hals der Frau deren Kopf vom männlichen Gegenüber entfernt und ihn leicht geneigt nach hinten wirft. Diese Geste drückt folgendes aus: „Komm mit mir“. Oder „Komm rüber“ und ersetzt ein entsprechendes Zeichen mit Hand oder Finger.

8. In der (Achsel)Höhle der Löwin Adam, atmen Sie – tief – ein: Frauen besitzen mehr Duftdrüsen als Männer und ihre Gerüche unterscheiden sich von den seinen. Experimente haben gezeigt, dass Männer durch den Schweiß aus weiblichen Achselhöhlen stärker erregt werden als durch teure Parfums.

9. Brust-Töne Es lohnt sich, gut hinzusehen: In dem Maße, wie die Erregung der Frau stärker wird, macht die weibliche Brust viele Veränderungen durch. Die Brustwarzen richten sich auf, werden bis zu einem Zentimeter länger, die Brüste füllen sich mit Blut, werden um bis zu 25 Prozent größer. Diese Schwellung führt zu erhöhter Empfindlichkeit.

10. Und wie ist das mit ihrem Hüftschwung? Morris ist überzeugt: „Jede wichtige Sexgöttin hat sich ab und zu in den Hüften gewiegt.“ Die vielleicht wesetnlichste Haltung, die mit Hüften einher geht ist aber jene, wo die Frau ihre Hände auf die Hüften legt. Man nennt sie auch „Akimbo“: Sie bringt Autorität, Trotz oder eine entschiedene Situation zum Ausdruck. Wenn die Hände fest auf die vorspringenden Hüften gedrückt sind, zeigen die Ellenbogen wie Pfeilspitzen zur Seite. Was heißt: Komm nicht näher!

11. Oh it’s a Po! Es heißt, dass der „Arsch das Gesicht der Seele“ sei. Der italienische Regisseur Frederico Fellini erklärte, dass Frauen mit großem Hintern ein „molekulares Epos der Weiblichkeit“ seien. Die Kombi „wiegende Hüfte“ und „herausgestrecktes Hinterteil“ mit dem Gesamtkunstwerk Popo übt auf Adam einen intensiven erotischen Reiz aus.

Bilder der Show

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