Kultur
11.05.2017

Song Contest 2017: Nathan Trent löst Finalticket

Geschafft: Am Donnerstagabend löste Nathan Trent beim zweiten Halbfinale des diesjährigen Eurovision Song Contest als einer von zehn Teilnehmern sein Ticket fürs Finale am Samstag.

Eingefleischte Eurovisionsliebhaber aus Österreich haben allen Grund zur Freude: Der österreichische ESC-Kandidat Nathan Trent zog am Donnerstag mit seinem Song "Running On Air" ins Finale ein. Bis der gebürtige Tiroler Gewissheit hatte, dauerte es jedoch: Die Moderatoren nannten "Austria" erst als zehnte und letzte Gewinnernation des Abends. Über ORF-Kommentator Andi Knoll ließ der 25-Jährige noch während der Show ausrichten: "Ich habe mein Bestes gegeben, danke an alle für die Unterstützung!"

Favoriten bestätigt

Als Favorit ging am Donnerstagabend der erst 17-jährige Kristian Kostov ins Rennen - und wurde seiner Favoritenrolle mit den Einzug ins Finale gerecht. Mit seinem Lied "Beautiful Mess" tritt er damit am Samstag für Bulgarien an. Nachdem Dänemark es im vergangenen Jahr nicht einmal ins Finale schaffte, singt Anja Nissen mit ihrer Power-Ballade "Where I Am" und einer gewaltigen Pyrotechnik-Performance um den Sieg beim ESC mit. Auch die NaviBand aus Weißrussland mit ihrem gitarrenlastigen Lied "Historyja Majho Zyccia" wurde von Jury und Publikum weitergewählt. Ungarn schickte einen romastämmigen Rapper Joci Papai ins Halbfinale, der schnurstracksins Finale weitergewunken wurde. Kroatien blickt auf eine bescheidene ESC-Bilanz zurück, das könnte Stimmwunder Jacques Houdek mit "My Friend", einer Hymne auf das Leben, am Wochenende ändern. Auch er kam weiter.

Zittern mussten im zweiten Halbfinale auch Serbien, Mazedonien und Irland. Sie schafften es schlussendlich nichts ins Finale. Besonders bitter ist das für Irland, immerhin gewann die Nation bereits sieben Mal den ESC, zum letzten Mal vor 20 Jahren. Doch Brendan Murrays Buben-Charme und der Song mit "Dying To Try" reichten nicht fürs Finale. Ebenso unglücklich war San Marino mit dem fünften Ralph-Siegel-Beitrag seiner Geschichte, ebenso wie Litauen, Estland, Malta und die Schweiz.

Die Niederlande reisten mit einem Dreimäderlhaus in die Ukraine, das hinterließ Eindruck. Die Schwestern von dürfen daher im Finale nochmal singen. Gewinnen sie, wären die drei Damen die erste Girlband, die den Song Contest für sich entscheidet. Nicht ausgejodelt hat es sich auch für Ilinca und Alex Florea. Das Duo aus Rumänien konnte mit der bizarren Nummer "Yodel It!" überzeugen. Israel mit "I Feel Alive" und Jowst aus Norwegen mit "Grab the Moment" sind am Samstag ebenfalls mit dabei.

Jury + Telefonvoting

Die Hälfte der Entscheidung fällten, wie auch beim ersten Halbfinale, die internationalen Länderjurys bereits am Mittwochabend. Die Länderjurys sind für die 50 Prozent der Punktevergabe zuständig. Am Donnerstag waren dann einmal mehr die Zuschauer gefragt, die per Telefon bis zu 20 Mal für ihren Favoriten abstimmen konnten - aber natürlich nicht für das eigene Land.

Italien in der finalen Favoritenrolle

Für das Finale am Samstag gilt der Beitrag aus Italien als Favorit. Sollte Francesco Gabbani mit seinem Song "Occidentali's Karma" tatsächlich gewinnen, wäre der erste Sieg für Italien seit 27 Jahren. Gabbani gewann bereits zwei mal das Sanremo Festival und wird mit einem tanzenden Gorilla auf der Bühne performen. Auch Schweden, Belgien und Bulgarien stehen bei den Buchmachern für den ESC-Sieg hoch im Kurs.

Die Gewinner des 2. Halbfinales

2. Halbfinale: Die Gewinner

1/10

Imri Ziv, Israel, "I Feel Alive".

Kristian Kostov, Bulgarien, "Beautiful Mess".

NaviBand, Weißrussland, "Historyja Majho Zyccia".

Jowst / Norwegen: "Grab the Moment".

 Jacques Houdek / Kroatien: "My Friend".

Anja Nissen / Dänemark: "Where I Am".

Joci Papai / Ungarn: "Origo".

O'G3NE / Niederlande: "Lights and Shadows".

Ilinca feat. Alex Florea / Rumänien: "Yodel It!".

Nathan Trent / Österreich: "Running on Air".

Alle Songs der Kandidaten (2. Halbfinale):