Kultur
11.09.2018

"Sommergespräche": Top drei im ORF und bei Privaten gleich

Kurz liegt auf Quoten-Platz eins vor Strache und Kern. Insgesamt schalteten weniger ein als im Wahljahr 2017.

Mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ging am Montag das letzte der diesjährigen ORF-„Sommergespräche“ in der Wachau über die Bühne. Bei durchschnittlich 787.000 Zusehern und einem Marktanteil von 28 % in der Altersgruppe 12+ konnte Kurz wie schon im Vorjahr die meisten Menschen vor die TV-Geräte locken, gefolgt von Vizekanzler Heinz-Christian Strache mit 715.000 Zusehern und 24 % Marktanteil.

Platz drei geht heuer an SPÖ-Chef Christian Kern: Das Gespräch sahen durchschnittlich 626.000 (Marktanteil: 21 %), jenes mit Peter Pilz (Liste Pilz) 603.000 (22 %). Quoten-Schlusslicht ist heuer Beate Meinl-Reisinger (NEOS) mit 461.000 Zusehern (17 %).

Weniger Zuseher als im Wahljahr 2017

Im Vergleich zum Vorjahr hatten die Gespräche aller Parteichefs niedrigere Zuseherzahlen verbuchen: Da die „ Sommergespräche“ 2017 mit Tarek Leitner kurz vor der Nationalratswahl stattfanden, war das Interesse entsprechend größer. Die höchste Einschaltquote hatte auch damals Sebastian Kurz mit 1,073 Millionen Zusehern – das bisher erfolgreichste „Sommergespräch“.

Aber auch im Vergleich mit 2016 sind die Quoten nach unten gegangen. Einzig die ÖVP konnte ihre Zuschauerzahlen steigern: Reinhold Mitterlehner kam auf 650.000 Zuseher (25 %) – sein Nachfolger Kurz heuer auf 787.000 (28 %).

Insgesamt erreichten die Gesprächsrunden mit dem Moderatoren-Duo Nadja Bernhard und Hans Bürger 2,476  Millionen Österreicher (weitester Seherkreis), was 33 Prozent der heimischen TV-Bevölkerung ab 12 Jahren entspricht. Durchschnittlich sahen 640.000 bei 22 Prozent Marktanteil die fünf Ausgaben, in der jungen Zielgruppe (12–49 Jahre) lag der Marktanteil bei 14 Prozent.

Selbe "Top 3" bei Privatsendern

Das Format haben mittlerweile auch die heimischen Privatsender übernommen: Bei Puls4 fanden die „Sommergespräche“ schon im Frühjahr statt und erreichten mit fünf Sendungen im Schnitt 101.000 Zuseher (Marktanteil 4,1 %). Die vier Ausgaben bei ServusTV (Peter Pilz hatte abgesagt, daher gab es hier eine Sendung weniger) hatten durchschnittlich 61.000 Zuseher bei einem Marktanteil von 3,5 %.

Bei den Zuschauer-Top-3 unterscheiden sich die beiden Privaten nicht vom ORF: Kurz liegt auf Quoten-Platz eins vor Strache und Kern.

 

Die ORF-Zahlen im Vergleich

 

 

2016

2017

2018

ÖVP

650.000 (25 %)

Reinhold Mitterlehner

1.073.000 (35 %)

Sebastian Kurz

787.000 (28 %)

Sebastian Kurz

SPÖ

746.000 (27 %)

Christian Kern

943.000 (30 %)

Christian Kern

626.000 (21 %)

Christian Kern

FPÖ

810.000 (30 %)

Heinz-Christian Strache

813.000 (28 %)

Heinz-Christian Strache

715.000 (24 %)

Heinz-Christian Strache

NEOS

617.000 (24 %)

Matthias Strolz

565.000 (21 %)

Matthias Strolz

461.000 (17 %)

Beate Meinl-Reisinger

Liste Pilz

 -

-

603.000 (22 %)

Peter Pilz

Grüne

513.000 (22 %)

Eva Glawischnig

516.000 (21 %)

Ingrid Felipe

-

Team Stronach

635.000 (24 %)

Frank Stronach

-

-

Durchschnittliche Seher, in Klammer Marktanteil, Altersgruppe 12+

Quelle: AGTT