Schnitzlers "Zwischenspiel" in der Josefstadt: Freiheit macht Seelenqualen

Schnitzlers "Zwischenspiel" in der Josefstadt: Freiheit macht Seelenqualen
Arthur Schnitzlers Komödie „Zwischenspiel“ im Theater in der Josefstadt.

Ist das Ehe-Konzept einer offene Zweierbeziehung im Namen von Freiheit und Ehrlichkeit tragfähig oder bloß Illusion?

Was an der Uraufführung im Burgtheater am 12. Oktober 1905 sehr einhellig kritisiert wurde, ist heute mehr denn je zutreffend: „Zwischenspiel“ ist ein schwaches Stück von Arthur Schnitzler über das Zerbrechen einer Künstlerehe, das nur gute Schauspieler retten können.

Eine Komödie, die der Novelle näher steht als dem Drama. Die trotz geistreich schillernder Wendungen in den Dialogen oft im Dunst der Langatmigkeit verharren.

Die Tiefgründigkeit suggeriert und zu sagen scheint: Alles ist wahr, aber immer auch das Gegenteil.

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