© Josefstadt/Rita Newman

Kritik
10/11/2019

Nestroys "Jux" in der Josefstadt: Schwank mit Schrullen ohne Sarkasmus

Nestroys „Einen Jux will er sich machen“ in der Josefstadt mit Johannes Krisch.

von Werner Rosenberger

Nestroys turbulente Verwechslungskomödie „Einen Jux will er sich machen“ ist genau genommen die erste Tragikomödie über die Fadesse eines untätigen Angestellten.

„Der Kommis hat auch Stunden, wo er sich auf ein Zuckerfass lahnt und in süße Träumereien versinkt.“ Aber je mehr er träumt, desto mehr erkennt er: „Da bleibt eine Leere im Innern …“

Einmal ein „verfluchter Kerl“ sein: Vom Abenteuer träumt der Gemischtwarenhandlungsdiener Weinberl in der 1842 uraufgeführten und mit viel Witz und Humor gesegneten Posse. Um am Ende doch restlos angepasst zu sein.