© APA - Austria Presse Agentur

Distanz-Frage
10/14/2018

ORF steht wegen Regierungsnähe in der Kritik

Diskussionen nach ORF-TVthek-Stream von ÖVP-Veranstaltung. "Europa Backstage" fliegt auf FPÖ-Minister Norbert Hofer.

von Christoph Silber

Laute Kritik am ORF – aber auch Unterstützung – gab es auf Social-Media-Kanälen, weil die TVthek die ÖVP-Veranstaltung "Die Veränderung hat begonnen" am Samstag live gestreamt hat. Dabei hatte unter anderen Bundeskanzler Sebastian Kurz den Jahrestag der Nationalratswahl zelebriert.

ORF-TVthek-Verantwortlicher Thomas Prantner erklärte in einer Reaktion auf Twitter, man übertrage „PKs, Statements, Parteitage und Veranstaltungern ALLER Parteien“. Jedenfalls ungewöhnlich waren aber Auftritte von ORF-Moderatoren wie Vera Russwurm und Harry Prünster.

Die ORF-intern von Redakteuren heftig wegen des Belangsendungscharmes als unjournalistisch kritisierte Reihe „Europa backstage“ zeigte – nach Vizekanzler H.-C. Strache ( FPÖ) beim Training im Fitness-Studio – an diesem Sonntag Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) bei dessen Hobby: dem Fliegen.

Im Gegensatz zu dem war seine Ein-Satz-Ankündigung einer erneuten Kandidatur bei den nächsten Präsidentschaftswahlen keinerlei Nachfrage wert. Bei aller internen Kritik soll „ Europa backstage“ trotzdem das Wohlwollen von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz genießen, redaktionell Verantwortliche des ORF werden im Nachspann weiterhin nicht genannt.

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