Zoë Kravitz, Tochter von Lenny Kravitz und Lisa Bonet, in der Serie „High Fidelity“: Als Plattenladenbesitzerin Rob hat sie mit Liebeskummer zu kämpfen

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Interview
09/16/2020

Zoë Kravitz: „Ich hoffe, ich bin komplexer als ein Song“

Die Schauspielerin ist in der Serien-Adaption von Nick Hornbys „High Fidelity“ bei Starzplay zu sehen.

von Elisabeth Sereda

Die Tochter eines Rockers mit Seele und eines Cosby-Kindes hat die Kunst in den Genen. Aber anstatt zum Kinderstar zu werden, zog Zoë Isabella Kravitz einen interessanteren Karriereweg vor.

Von Lisa Bonet, ihrer Mutter, davor gewarnt, zu früh vor die Kamera zu treten, machte sie ihren Schulabschluss und ihren ersten Film mit 19 neben Jodie Foster in „The Brave One“, drehte Kunstfilme und Qualitäts-TV wie „Big Little Lies“, bevor sie die Rolle in „X-Men: First Class“ annahm.

Nebenbei nützt sie ihr von Vater Lenny geerbtes Gesangstalent mit ihrer Band Lolawolf, modelt und ist das neue Aushängeschild für Yves Saint Laurent. Im TV-Remake von „High Fidelity“ (die Serie ist bei Starzplay via Amazon Prime Video zu sehen) ist sie die weibliche Version von John Cusack, und im neuen „Batman“ mit Robert Pattinson verwandelt sie sich in Catwoman.

KURIER: „High Fidelity“ spielt in einer Ära, in der es noch Plattengeschäfte gibt. Sie sind 31. Können Sie sich noch an Schallplatten erinnern?

Zoë Kravitz: Dank meinem Vater, der Vinyl allem anderen vorzieht, bin ich mit Plattenspielern und Schallplatten aufgewachsen. Meine Schulfreunde fanden das immer sehr exotisch. Ich erinnere mich auch noch dunkel an Virgin Records und Tower Records, und dass ich in der Schlange vor der Kasse stand, und mich mit anderen Käufern über Musik unterhielt. In den Plattenladen zu gehen war ein Ritual, wenn die Schule aus war. Ich hatte nur sehr wenig Taschengeld, also musste ich sehr genau entscheiden, wofür ich es ausgab. Und ich verbrachte Stunden damit, im Geschäft alles durchzuhören, was mich interessierte. Dass das möglich war, ist ein Luxus.

Haben Sie sich mit Musik auf die Serie vorbereitet?

Ich habe mehrere Playlists gemacht. Der Soundtrack von „High Fidelity“ ist im Grunde der Soundtrack meines Lebens. Kürzlich hat mich jemand gefragt, ob es einen bestimmten Song gibt, der mein Leben beschreibt. Ich hoffe, ich bin interessanter und komplexer als nur ein Song. Und deshalb sind die Songs aus „High Fidelity“ so passend, weil sie auch so verschieden sind.

Sie sind auch Produzentin der Serie. Wie involviert sind Sie?

Sehr stark. Ich war von Anfang an dabei, noch bevor sie geschrieben wurde. Ich saß viel im sogenannten „Writers Room“, wo die Autoren die Story diskutieren. Ich habe meinen Input dazu gegeben, wo ich konnte. Ich fühle eine große Verantwortung, denn ich liebe den Originalfilm und den Roman von Nick Hornby, auf dem er basiert.

In den letzten Jahren haben Sie zwei große TV-Serien gedreht, „Big Little Lies“ und nun „High Fidelity“. Sehen Sie selbst viel fern?

Heutzutage, ja. Als Kind durfte ich nicht. Ich bin ohne Fernsehapparat aufgewachsen, wir hatten einen Videorecorder und ich durfte einen Film pro Woche sehen. Mit 12 bin ich zu meinem Vater nach Miami gezogen, und wurde fernsehsüchtig. „Sex and the City“ wurde zur Obsession. Jetzt hole ich auf, wofür ich entweder zu jung war oder was ich versäumt habe. Die „Sopranos“ und „Seinfeld“ etwa.

Ihre nächste große Rolle ist Catwoman im neuen „Batman“. Konnten Sie mit Michelle Pfeiffer darüber sprechen und Tipps einholen?

Ich saß bei den Golden Globes am selben Tisch mit Michelle, weil sie ja mit David E. Kelly verheiratet ist, der „Big Little Lies“ produziert hat. Sie hat gemeint, sie habe keinen Zweifel, dass ich ganz großartig sein werde, aber ich bin nervös. Sie hat mich wirklich ermutigt und gesagt, ich soll mir die Rolle zu eigen machen, ganz egal wie ikonisch sie ist.

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