Clemens Pig ist neuer ORF-Chef
Nach einer mehr als 15-stündigen Marathonsitzung hat der Stiftungsrat in der Nacht auf Freitag Clemens Pig zum neuen ORF-General gewählt. Er wird das Amt am 1. Jänner 2027 antreten und damit auf Ingrid Thurnher folgen.
77 Bewerbungen hatte es insgesamt gegeben, 9 Kandidatinnen und Kandidaten waren zum Hearing und damit zur Wahl zugelassen. Pig war als Favorit gehandelt worden, Chancen auf den Posten hatte man aber auch Johannes Larcher, Markus Breitenecker und Lisa Totzauer eingeräumt.
Dass sich die Entscheidung dermaßen in die Länge gezogen hat, dürfte auch an den verschärften Bedingungen gelegen haben: Ein neues Medienrecht verlangte eine transparente Abstimmung ohne politische Absprachen.
Immerhin geht es um die Leitung eines Milliardenkonzerns. Wie der ORF funktioniert, lesen Sie hier:
"Ein langer Tag geht zu Ende, und ein neuer Morgen für den ORF bricht an", sagte der frisch designierte ORF-Generaldirektor direkt im Anschluss an die Wahl um 2 Uhr Früh bei einer Pressekonferenz. Mit der gegenwärtigen ORF-Chefin Ingrid Thurnher will er ab Tag 1 zusammenarbeiten. Für sein Direktorenteam kündigt er ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis an.
Pig dankte dem ORF-Stiftungsrat, der ihn letztlich mit 21 von 35 Stimmen bedachte, für das Vertrauen. Er nehme die Verantwortung "mit Dankbarkeit und Demut an". Angesichts des "breiten und hochqualifizierten" Bewerberfeldes liege "ein gutes Ergebnis" vor, meinte Pig. Nun gehe es darum, das Vertrauen des öffentlich-rechtlichen Medienhauses zu gewinnen, sagte er darauf angesprochen, dass Mitbewerberin Lisa Totzauer, die im ORF als TV-Magazinchefin tätig ist, bei einer nicht bindenden Abstimmung unter ORF-Journalisten eine Mehrheit hinter sich vereinte. Vertrauen baue man durch "gute Entscheidungen, Kommunikation und Glaubwürdigkeit" auf.
"Herausforderungen sind groß, vielfältig und gleichzeitig"
"Die Herausforderungen für den ORF sind groß, vielfältig und gleichzeitig", sagte Pig. Als drängendste Frage bezeichnete er die Finanzierungskrise des ORF, die sich erst kürzlich durch das konkrete Vorhaben der Regierung, dem ORF ab 2027 93 Mio. Euro an Zuschuss zu streichen, verschärfte. Er will sich mit ORF-Chefin Thurnher dringenden Aufgaben gemeinsam annehmen. Ihr obliege die Führung, aber es gebe "genug Themen, wo inhaltlicher Austausch notwendig" sei.
Die Direktionsstruktur werde so realisiert, wie sie in seinem Konzept vorgesehen sei, stellte er klar. Das wurde in der Stiftungsratssitzung auch so beschlossen. Er sieht eine Finanzdirektion, eine für "Technologie und Innovation", eine für "Programm und Brands" und eine für "Audience und Plattformen" vor.
Die gegenwärtige Radiodirektion ist damit Geschichte. Die einzige Vorgabe, die er sich mache, sei auf ein strikt ausgewogenes Geschlechterverhältnis zu achten - auch bei den Landesdirektionen. Auch seinen Mitbewerberinnen und -bewerbern um den ORF-Generaldirektorenposten stehe es frei, sich für eine Direktorenstelle zu bewerben, sagte Pig.
APA-Chef Clemens Pig zum neuen ORF-Generaldirektor gewählt
Seit 10 Uhr vormittags haben im ORF-Zentrum am Küniglberg die Hearings stattgefunden und schließlich die Wahl. Wie der Tag abgelaufen ist, können Sie im Ticker nachlesen.
ORF Wahl 2026 Live
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Das war es dann auch von unserer Seite
16 Stunden war dieser ORF-Tag lang. Früher gab es zu dieser Zeit nur noch das Testbild im ORF, und das drehen wir hier jetzt auch auf. Danke fürs Dabeisein und gute Nacht von uns.
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Die Pressekonferenz ist zu Ende
Der neue Generaldirektor hat seinen ersten Medientermin nach der Wahl absolviert.
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Die Haushaltsabgabe
hätte auch als Demokratieabgabe für alle Medien ausformuliert werden können, sagt Pig. So sei sie eine besondere Verantwortung für den ORF.
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Eine Empfehlung für die Nachfolge bei der APA
habe Pig bereits formuliert. Die Entscheidung liege bei der Eigentümerversammlung der APA.
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Möglichen Klagen
sieht Pig "gelassen entgegen": "Ich vertraue auf den Rechtsstaat." Die Haushaltabgabe sei "gekommen um zu bleiben". Man hätte sie jedoch für den ganzen Medienstandort formulieren können, das habe man in der Vergangenheit versäumt.
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"Das dringlichste Thema ist das Geld"
sagt Clemens Pig.
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Die Zuteilung der Stimmen ...
... bei der Wahl kenne Pig noch nicht. "Wer genau mich jetzt gewählt hat, werde ich erst erfahren."
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Die Führung bis Jahresende
liege bei Ingrid Thurnher, so Pig. Es gebe aber genug Themen, bei denen inhaltlicher Austausch notwendig sei. Er blicke der Zusammenarbeit zuversichtlich entgegen.
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Bei den Direktoren
will Pig "ein striktes Geschlechterverhältnis repräsentiert haben". Bei den Ländern wolle er das ebenfalls versuchen. Den Fokus wolle er auf Direktionen und Chefredaktionen legen.
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Er wolle den ORF für jene Generation umbauen
die das Haus nur noch als Public-Value-Plattform kennenlernt.
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Pig freut sich ...
... aufs Haus ORF. Er dankt dem Stiftungsrat für das Vertrauen. Er werde bereits morgen beginnen, sich mit Ingrid Thurnher abzustimmen. Die Timeline sei angesichts der Herausforderungen für den ORF notwendig. Pig wolle den ORF vom Rundfunk zur Plattform weiterentwickeln. Er will regionales und junges Programm stärken.
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Clemens Pig
sagt gleich im ersten Satz "Landesstudios". Das wird aufmerksam gehört werden.
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Schütze stellt sich vor die Stiftungsräte
Sie haben sich mit den Kriterien auseinandergesetzt etc. Das ist wichtig, falls es eine Anfechtung geben wird.
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"Ein langer Tag geht zu Ende"
sagt Clemens Pig. Da hat er recht.
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"Sehr sachlich und professionell" ...
... sei die Sitzung abgelaufen, berichtet der stv. Stiftungsratsvorsitzende Gregor Schütze.
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Der neue General habe "wirklich überzeugt"
Und auch in "massiven Diskussionen" Kurs gehalten. Ich glaube, er meint Westenthaler.
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Die lange Dauer der ORF-Wahl ...
... ist dem neuen Transparenzgesetz geschuldet, erklärt Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer. Er zeigt sich mit der Wahl zufrieden.
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Lederer entschuldigt sich
für die morgendliche Stunde. Rightly so.
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Die Pressekonferenz beginnt
Gleich wird der neue Generaldirektor sprechen.
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Die Direktoren-Frage: Es bleibt, wie es immer war
Der Stiftungsrat hat nun doch beschlossen, die bisher übliche Vorgehensweise beizubehalten. Die Funktionen der Direktoren und Landesdirektoren werden ausgeschrieben.
Laut Konzept des neuen ORF-Generaldirektors Clemens Pig soll es Direktionen für Programm & Brands, Audience & Plattformen, Technologie & Innovation und Finanzen geben. Dazu kommen die Direktionen der neun Landesstudios.
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Nach der Geisterstunde: Diskussion über Direktoren und Aufgabengebiete
Der erste Akt einer neu gekürten ORF-Geschäftsführung betrifft die Festlegung der Zahl der Direktionen und deren Geschäftsverteilung. Das war bisher immer so. Darauf konnten sich Bewerberinnen und Bewerber einstellen. Auch deshalb haben die meisten ihre Überlegungen, mit welcher Team-Aufstellung sie die ORF-Probleme meistern wollen, in ihren Konzepten ausführlich erläutert.
Diesmal aber gab es bereits vor Beginn der Stiftungsratssitzung Kritik an dem Tagesordnungspunkt – von FPÖ-Vertreter Peter Westenthaler, aber auch vom Neos-nahen Stiftungsrat Alexander Zach. Er sah darin eine „unnötige Ho-ruck-Aktion“. Und diese Diskussion wird nun offensichtlich auch noch nach der Geisterstunde fortgeführt.
Es geht dabei um bis zu vier Direktionen sowie die Chefs/ Chefinnen der neun Landesstudios. In der ursprünglichen Stiftungsratsplanung für das "Wahl-Jahr" im ORF lagen zwischen Kür von Chef (11. August) und Direktoren (24. September) jedenfalls nur sieben Wochen. Andere Stiftungsräte orteten deshalb eine „Verzögerungstaktik“, für die der ORF keine Zeit mehr habe.
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Gleich spricht der neue ORF-Chef
Heißt es zumindest. Aber heute hat alles länger gedauert.
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Nach dem Marathon 21 von 35 Stimmen
Der 51-jährige Tiroler erreichte im ORF-Stiftungsrat nach einer gut fünfzehnstündigen Marathonsitzung 21 von 35 Stimmen und kam damit auf die erhoffte Mehrheit.
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Das war es also
Clemens Pig ist offiziell der neue ORF-General. Wenn Sie wissen wollen, wer das ist:
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15 Stunden und ein Ende in Sicht
In Kürze beginnt der Stiftungsrat mit der tatsächlichen Abstimmung. Wenn sich wer fragt, was das soll - es ist die neue gesetzliche Lage. Ob dieser tatsächlich entsprochen wurde, darüber hat im Beschwerdefall zunächst die Unabhängige Medienbehörde zu entscheiden. Peter Westenthaler hat rechtliche Schritte schon angekündigt. Jetzt wartet auf die Stiftungsräte zunächst nur die Wahlzelle, wo sie zunächst geheim abstimmen. Die Stimmzettel sind aber namentlich gekennzeichnet, sie werden nach der Abstimmung verlesen und protokolliert. Es ist zulässig, dass ein Stiftungsratsmitglied aufgrund der zuvor gehörten Begründungen anderer Mitglieder des Gremiums in der Wahlzelle seine Entscheidung noch revidiert. -
Nach der Begründungsrunde: Pig geht als großer Favorit in die finale Abstimmung
Die Begründungsrunde, in der die Stiftungsräte nachvollziehbar erklären müssen, warum sie eine Person als besser geeignet einschätzen, ist abgeschlossen. Das Ergebnis spricht klar für APA-CEO Clemens Pig. Doch der Weg in die Wahlkabine steht für die 35 Stiftungsräte erst bevor. Änderungen im Abstimmungsverhalten sind also immer noch möglich. In der Begründungsrunde kam Pig auf 21 Nennungen, Streaming-Experte Larcher wurde 6 Mal genannt, 4 hatten Markus Breitenecker auf der Liste, 3 nannten Lisa Totzauer und eine Person hatte für ORFIII-Co-Geschäftsführerin Kathrin Zierhut-Kunz plädiert. Spannend wird, ob die "Wahl" tatsächlich auch so ausgeht.
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Stiftungsrat Meryn legt Funktion zurück
In einem Schreiben an die Stiftungsräte argumentierte er mit Problemen, die er im obersten ORF-Gremium erlebt habe. In der Vergangenheit hatte es Streitigkeiten mit Peter Westenthaler gegeben. An der Wahl zum ORF-Generaldirektor beteiligt sich Siegfried Meryn aber noch.
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Bei den Begründungen hat Pig 18 von 35 erreicht
Es läuft wohl auf den bisherigen APA-CEO Clemens Pig hinaus. Bei den laufenden Begründungen wurde er bislang 18 mal genannt. 35 Stiftungsräte gibt es. Die eigentliche Wahl folgt aber erst. Die FPÖ dürfte offenbar auf Johannes Larcher eingeschwenkt sein. Zwischenzeitlich dauert dieser Wahltag mehr als 14 Stunden
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Die Begründungsrunde biegt in die Zielgerade ein
Die eigentliche Wahl rückt näher, die alphabetische Abstimmung hat inzwischen den Buchstaben L erreicht. 21 von 35 Begründungen wurden bislang abgegeben.
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Aktuell läuft die Begründung ...
... der Stiftungsräte. Rund ein Drittel der 35 Räte hat bereits eine Erklärung abgegeben. Erst danach wird zur Abstimmung geschritten. In der Medienlounge hat indes der Soundcheck für die Pressekonferenz der neuen ORF-Spitze begonnen.
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ORF-Wahltag in der entscheidenden Phase - Hearings beendet
Es ist der längste Wahltag in der jüngeren Geschichte des ORF und er nähert sich dem Finale: Die Hearings mit den neun eingeladenen Bewerberinnen und Bewerber sind abgeschlossen. Besonders hart ging es bei der Befragung des scheidenden APA-CEO Clemens Pig zu, bei der sich Peter Westenthaler angekündigterweise auslebte, was auch zu Kritik führte. Zudem wurde Pig mit zwei Stunden 15 Minuten am längsten von allen Bewerbern befragt, wobei Streaming-Experte Johannes Larcher nur wenig nachstand.
Im nächsten Schritt folgt das oberste Aufsichtsgremium nun der neuen Gesetzeslage, die mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit einfordert: Jedes Mitglied muss nach den Hearings eine qualitative Erklärung über seine Entscheidung für eine Person abgeben. Sie wird protokolliert – für den Fall eines Einspruchs. Den hat Westenthaler bereits am Morgen angekündigt.
Diese Phase machte aber schon im Vorfeld einigen Stiftungsräten Kopfzerbrechen, weil es keinerlei Erfahrungswerte gibt. Der ORF ist der erste Öffentlich-Rechtliche, der die Bestellung der Führung nach dem Europäischen Medienfreiheitsgesetz abwickelt. Hier kann es also noch keine Judikatur geben. Dieses Prozedere wird etwa 70 Minuten in Anspruch nehmen.
Im Anschluss folgt der eigentliche Wahlakt in einer Wahlzelle, der zunächst geheim ist. Die Stimmzettel sind aber namentlich gekennzeichnet, sie werden nach der Abstimmung verlesen und protokolliert – auch hier geht es um Nachvollziehbarkeit und Haftungsfragen. Zulässig wäre, dass ein Stiftungsratsmitglied aufgrund der zuvor gehörten Begründungen anderer Mitglieder des Gremiums in der Wahlzelle seine Entscheidung noch revidiert.
Um die Abstimmung in der ersten Runde zu gewinnen braucht es die einfache Mehrheit, im Fall von 35 gültigen Stimmen sind das 18.
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Vorstellungsgespräche
sind auch dann zäh, wenn sie nicht um 22.15 beginnen.
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Kandidatin Eva Schütz sitzt schon im TV-Studio ...
... und zwar bei "Talk im Hangar" auf ServusTV. Angekündigt wurde die heutige Ausgabe der Diskussionssendung mit folgenden Worten: "Wenn Michael Fleischhacker am Donnerstagabend seine Gäste beim 'Talk im Hangar-7' willkommen heißt, ist das Rennen gelaufen – und rund vier Millionen ORF-Beitragszahler wissen, wer der neue ORF-Chef wird." Da hat man die Rechnung wohl ohne das Tempo des Stiftungsrates gemacht.
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Lisa Totzauer ist fertig ...
... und hat den Sitzungssaal verlassen. Jetzt ist noch Sonja Sagmeister dran.
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Hier in der Medienlounge ...
... wird bereits Fußball geschaut. Im Sitzungssaal nebenan dürfte es weniger spaßig zugehen.
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Nun ist Lisa Totzauer dran
Die ORF-Magazinchefin bewirbt sich bereits zum zweiten Mal um den Chefposten und hat bei einer nicht bindenden Abstimmung der Redakteurinnen und Redakteure Anfang der Woche die meisten Stimmen bekommen. Nach Totzauer ist nur noch eine Kandidatin dran. Danach muss aber erst abgestimmt werden.
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Da waren es nur noch Drei
Nach Markus Breitenecker, der als ein Mitfavorit für den ORF-Generaldirektor gilt, läuft der Countdown: "Nur" noch drei wollen im Hearing die 35 Stiftungsräte überzeugen. Robert Altenburger wurde dafür ebenfalls nominiert. Der frühere ServusTV-Chefredakteur und Medienberater begründete sein Antreten gegenüber dem KURIER so: "Als Verfechter eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks und langjähriger Mitarbeiter des ORF, sind mir die Diskussionen über das Medienunternehmen sauer aufgestoßen.“ -
Stiftungsräte weiterhin in Fragelaune
Mittlerweile läuft diese entscheidende Sitzung für die ORF-Spitze bereits über zehn Stunden. Das ist wohl ein neuer Rekord für eine Wahlsitzung. Die 35 Stiftungsräte sind aber weiterhin wissensbegierig. Auch der vormalige ProSiebenSat.1-Vorstand Markus Breitenecker hat alle Möglichkeiten, seine Vorstellungen an die Frau und an den Mann zu bringen - und das seit mehr als einer Stunde. Der Fragenkatalog war (und ist ) auch bei ihm umfangreich.
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Armin Wolf freut sich schon ...
... aufs Interview mit dem neuen ORF-Chef bzw. der neuen ORF-Chefin. "Ich war ein bisschen traurig, dass ich diesmal wegen meines Urlaubs nicht den/die neue ORF-Chef·in in der #ZiB2 interviewen kann", postete er auf Bluesky. Die lange Sitzungsdauer stimmte ihn jedoch zuversichtlich: "Aber bis Montag Abend dürfte es sich jetzt eh knapp ausgehen."
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"Gut Ding braucht Weile" ...
... hat Tarek Leitner gerade in der "Zeit im Bild" zur Bestellung des Generaldirektors gesagt. Die Bestimmungen aus dem neuen Medienfreiheitsgesetz würden bei den Stiftungsräten zu großer Vorsicht führen, erklärte Fritz Dittlbacher - "und das führt dann auch zu einer gewissen Langsamkeit". -
Gregor Schütze erklärte den "Putz dich"-Sager
Der stv. Stiftungsratsvorsitzende Gregor Schütze (ÖVP) ist eben in der Medienlounge erschienen, um seine Sicht auf den "Putz dich"-Sager von Peter Westenthaler (FPÖ) darzulegen. In weiten Teilen sei es eine "extrem sachliche und hochprofessionelle Sitzung" gewesen. Wenn diese sachliche Ebene in der Befragung verlassen werde, sei das "unseriös". Darauf habe man Westenthaler hingewiesen, der, so Schütze, den "Stiftungsrat kurzzeitig mit dem Fußballplatz verwechselt" habe.
© sicDer stv. Stiftungsratsvorsitzende Gregor Schütze
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Vier Kandidaten noch
Als nächster ist Ex-Puls4-Chef Markus Breitenecker an der Reihe. Auch bei ihm ist mit einer langen Befragung zu rechnen. Danach folgen Robert Altenburger, Lisa Totzauer und Sonja Sagmeister.
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Mit einem Ende um Mitternacht ...
... rechnet Peter Westenthaler, der in einer kurzen Pause aus dem Sitzungssaal gekommen ist. Zwei, drei Mal sei die Stimmung heute im Stiftungsrat "ein bisschen hochgekocht, emotional". Er gehe nach wie vor davon aus, dass Clemens Pig das Rennen machen wird: "Er wird eh gewinnen", das sei bis ins letzte Detail "ausgepackelt". Das Hearing von Johannes Larcher sei "erfrischend" gewesen. Dieser hätte offen gesagt, mit wem er sich aus der Politik im Vorfeld getroffen habe. Das sei, so Westenthaler auch der Grund, "warum er es vermutlich nicht wird".
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Johannes Larcher ist aus dem Sitzungssaal gekommen ...
... und in der Medienlounge gelandet. Das hat ihn offenbar selbst überrascht: "Falscher Ausgang!", sagte er. Damit sei er "ganz klar nicht qualifiziert für den Generaldirektor", scherzte er. Etwas mehr als zwei Stunden hatte sein Hearing gedauert. "Gute Fragen, gute Präsentation", resümierte er.
© sicStreaming-Profi Johannes Larcher wurde mehr als zwei Stunden von den Stiftungsräte befragt
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Hier wurden ...
... heute schon einige Zigarettenpausen von den wartenden Journalistinnen und Journalisten absolviert.
© Oberbucher -
Eine Frage der Ehre
Den Stundenlohn, den sie bekommen, dürfen sich die 35 Stiftungsräte heute nicht ausrechnen - 100 Euro beträgt ihr Sitzungsgeld. Und auch nach knapp 8 Stunden 30 Minuten ist noch kein Ende des für die ORF-Führung entscheidenden Treffens in Sicht. Streaming-Manager Larcher träumt mit den Stiftungsräten offenbar den amerikanischen Traum und schickt sich, entgegen den Erwartungen, an, den Befragungsmarathon von Clemens Pig zu überholen. Noch steht die Antwort auf vier Fragen aus.
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Wenn Sie warten, dass hier etwas passiert
Das tun wir auch. Die Hearings laufen, der Zeitplan ist zunehmend Fiktion.
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Streaming-Experte Larcher hat die Start-Taste gedrückt
Er ist einer der Mitfavoriten und das, obwohl ihn vor diesem "ORF-Wahlkampf" nur Insider gekannt haben: Johannes Larcher hat seine Karriere vor allem bei Giganten der US-Film- und TV-Branche verbracht. Bei der ersten Bewerber-Konfrontation attackierte er Pig im FPÖ-Sprech als "Systemkandidat" und meint in seinem Konzept, dass er 100 Millionen im ORF recht schnell einsparen kann. Was manchen ein Stirnrunzeln gekostet hat.
Inzwischen ist "exxpress"-Herausgeberin Eva Schütz bei den Journalisten aufgetreten: Bei ihr sei es im Gegensatz zum Vorgänger Clemens Pig relativ entspannt gewesen, meinte sie. "Ist gut gelaufen, viele spannende Fragen." Im Vorfeld habe sie sich weder mit der Politik noch mit Stiftungsräten abgesprochen und schätze ihre Chancen daher als "relativ gering" ein. Die anderen Kandidaten, mit denen sie in den vergangenen Wochen durch diverse Diskussionsformate getingelt ist, beschrieb sie als "durch die Bank sehr sympathisch" und "lauter nette, integere Menschen."
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Einmal durchatmen bei Pig
Nach seiner rekordverdächtigen Befragung schaute Clemens Pig kurz bei der Journalistenriege vorbei. Statement wollte er keines abgeben. Auf die Frage, wie es war, meinte er nur: "gut, aber lang." Als Tiroler hätte er auch die Wacker-Legende Bruno Pezzey zitieren können: "Des wor a horts Spüü, Mama".
© sic -
Weitere Favoriten-Hearings stehen noch bevor
Erst drei von neun Hearings sind vorbei, und der ursprünglich anvisierte Abstimmungszeitpunkt für die ORF-Generaldirektion ist mit 16 Uhr bereits erreicht.
Als nächstes ist "Exxpress"-Herausgeberin Eva Schütz an der Reihe, die am Abend eigentlich bei einer ServusTV-Diskussion über den ORF dabei sein wollte.
Es folgen dann zwei Mitfavoriten für den Chefposten am Küniglberg: der einstige HBO Max-Manager Johannes Larcher sowie der langjährige Ex-ProSiebenSat.1Puls4-Geschäftsführer und ProSieben-Vorstand Markus Breitenecker.
Danach folgen noch Ex-ServusTV-Chefredakteur Robert Altenburger, ORF-TV-Magazinchefin Lisa Totzauer, die sich nach 2021 erneut um den Top-Job am Küniglberg beworben hat, sowie zum Abchluss ORF-Journalistin Sonja Sagmeister. Pro Person sind 20 Minuten Präsentationszeit vorgesehen, an die stets eine Fragerunde anschließt - und diese wird bei einigen von ihnen noch ausführlich ausfallen. Eine Prognose darf man aber wagen: Pig holt mit 2 Stunden 15 Minuten Befragungszeit keiner mehr ein.
Das sind die Menschen, um die es bei der Wahl gegangen ist:
Diese Menschen waren zum Hearing zugelassen.
- Robert Altenburger (Ex-Chefredakteur Servus TV)
- Markus Breitenecker (vormals COO ProSiebenSat.1)
- Petra Höfer (frühere ORF-Managerin)
- Johannes Larcher (Ex-Hulu-Manager)
- Clemens Pig (scheidender APA-CEO)
- Sonja Sagmeister (ORF-Redakteurin)
- Eva Schütz (Herausgeberin Exxpress)
- Lisa Totzauer (ORF-TV-Magazinchefin)
- Kathrin Zierhut-Kunz (Co-Geschäfsführerin ORF III)
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