Spricht in bedeutender Pose über böse Vokabeln: Nicolas Cage

© Adam Rose/Netflix

Kultur Medien
01/08/2021

Nicolas Cage in Netflix-Serie: Als Fugging noch Fucking hieß

Der Hollywoodstar führt durch die amüsante Netflix-Dokuserie „Die Geschichte der Schimpfwörter“.

von Peter Temel

Bereits die Titelliste dieser neuen Netflix-Dokuserie gibt Einblick in zensorische Feinheiten: „F**k“, „Sh*t“, „Bitch“, „D**k“, „Pu**y“ und „Damn“ heißen die sechs Kapitel, in denen „Die Geschichte der Schimpfwörter“ erzählt wird.

Behandelt wird jeweils ein Schimpfwort der englischen Sprache. Comedians wie Jim Jefferies und Nikki Glaser, sowie andere Fernsehleute sprechen launig über die Verwendung der Verbalinjurien und zeigen, dass je nach Situation auch Positives damit gemeint sein kann. Wissenschaftler erklären jeweils Ursprung und Bedeutung der Flüche, auch für die Populär- und Protestkultur. Man lernt zudem, dass Fluchen den Adrenalinspiegel hebt, also der kurzfristigen Leistungssteigerung durchaus zuträglich sein kann.

Die Serie kommt ohne Sternchen und Piepserei aus und so darf Nicolas Cage, der als prominenter Erzähler richtig aufblüht, die erste Folge mit einem „let’s get fucked!“ eröffnen. Teil 1 der nur in Originalsprache mit Untertiteln verfügbaren Doku beschäftigt sich mit dem meistbenutzten, vielseitigsten Schimpfwort, ja, dem „Opa des Fluchens“, wie Cage sagt.

F-Wort

Das berühmte F-Wort, das längst auch im Deutschen Einzug hielt, stammt übrigens nicht von „Fornication Under Consent of King“ (Unzucht mit Zustimmung des Königs), wie eine nette Legende zu erzählen weiß. Dafür erfährt man, dass ein „zufällig ausgewählter Schauspieler“ (natürlich Nicolas Cage) in seiner einstmals höchst erfolgreichen Hollywoodkarriere 71 Prozent seiner Film-Flüche mit diesem Wort bestritt.

In die Top Fünf der fluchfreudigsten Schauspieler hat er es übrigens nicht geschafft. Dort stehen seine Kollegen Al Pacino, Adam Sandler, Samuel L. Jackson. Leonardo Di Caprio und - etwas überraschend - an der Spitze: Komödienstar Jonah Hill. Er wurde alleine in Scorseses „Wolf of Wall Street“ gezählte 107 Mal beim Schimpfen ertappt.

Auch ein Mini-Österreich-Bezug lässt aufhorchen: Zum Beweis der Omnipräsenz des „Tom Hanks der Schimpfwörter“ wird ein Ortsschild von Fucking eingeblendet. Sollte Cage von der Umbenennung des Ortes in „Fugging“ erfahren, ist sicher ein herzhaftes „Fuuugg!“ fällig. 

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