© Hulu/Disney+/Hulu/Mitchell Haaseth

Kritik
02/26/2021

"Love, Victor" bei Disney+: Coming-out in süß-kitschiger Serie

Das Serien-Spin-off zur Teenie-Rom-Com "Love, Simon" rund um einen schwulen Jugendlichen.

von Nina Oberbucher

„Love, Simon“ war 2018 die erste Teenie-Rom-Com aus Hollywood über einen schwulen Jugendlichen. Was als wichtiger Schritt gefeiert wurde, erntete auch Kritik: Denn Protagonist Simon hatte es mit seinem Coming-out in einer liberalen, reichen, weißen Familie wohl leichter als so manch anderer. Die Macher des Films – Isaac Aptaker und Elizabeth Berger – haben darauf reagiert und die Kritik in einem Serien-Spin-off aufgegriffen: Seit dieser Woche ist „Love, Victor“ über den Channel Star bei Disney+ abrufbar.

Das ist jenes neue Angebot des Maus-Streamingdienstes, das sich an erwachseneres Publikum richtet. In den USA ist die Produktion, die ursprünglich für Disney+ geplant war, auch zum für ältere Zuseher gedachten Hulu übersiedelt. Wobei man sich fragt, was an „Love, Victor“ nicht familienfreundlich sein soll.

Der neue Protagonist, der charismatische Victor (Michael Cimino), zieht mit seiner Familie quer durchs Land von Texas nach Atlanta und kommt auf die Creekwood High School – jene Schule, die auch Simon besucht hat und wo dieser dank seiner Liebesgeschichte auch Jahre später noch als eine Art Legende gilt.

Doch für Victor, der zunächst nicht sicher ist, ob er auf Mia (Rachel Hilson) oder Benji (George Sear) steht, ist vieles nicht so leicht: Seine kolumbianisch-amerikanische Familie ist konservativer als jene von Simon – da lässt der Vater einmal mehr oder weniger nebenbei fallen, er hoffe, sein jüngster Sohn sei nicht schwul, nachdem der mit einem glitzernden Zauberstab gespielt hat. Was das in seinem Ältesten, Victor, auslöst, ahnt er nicht.

Victor hinterlässt Simon schließlich eine wütende Nachricht auf Instagram. Bei ihm habe alles so leicht ausgesehen, dabei ist es das doch gar nicht! Simon antwortet prompt – und eine Brief-, äh, DM-Freundschaft entsteht, in der Simon Victor immer wieder Rat für dessen Probleme gibt. 

Auch wenn diese sich ohnehin alle recht schnell in Wohlgefallen aufzulösen scheinen. Wie realistisch das ist, darüber kann man natürlich streiten. Genauso wie über die High-School-Klischees. Aber es handelt sich schließlich um eine Teenie-Rom-Com, genauso süß-kitschig wie der Vorgänger – und zig Lovestorys davor. 

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