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Kultur Medien
12/25/2021

Das sind die 21 besten Serien 2021

Die Serien-Highlights der KURIER-Redaktion bei Netflix, Amazon, Sky, Disney+ & Co.

von Nina Oberbucher, Georg Leyrer, Alexandra Seibel, Peter Temel, Marco Weise, Philipp Wilhelmer

Wieder ist ein Jahr vergangen, in dem wir mehr ferngesehen und gestreamt haben als gedacht. Zum Glück unterhalten von großartigen Serien. Die Kulturredaktion hat ihre 21 Favoriten für 2021 gekürt – ohne bestimmte Reihenfolge, aber mit großer Empfehlung für die Feiertage.

This Is Us

Wir sind im  Goldenen Zeitalter des Fernsehens, und damit ist gemeint: Es fließen Millionenbudgets in möglichst aufwendig produzierte Serien. Die vielschichtige Familien-Serie „This Is Us“ (Amazon) aber zeigt eine viel wichtigere Qualität, nämlich  allerhöchste Drehbuchautorenkunst. Man staunt, was alles möglich ist. (ley)

Die Ibiza-Affäre

Seit 2019 steht „Ibiza-Affäre“ nicht mehr für einen balearischen Urlaubsflirt, sondern für einen handfesten Politskandal. Seit 2021 steht es außerdem für hochwertig produzierte TV-Unterhaltung. Und dafür, dass eine österreichisch-deutsche Sky-Serie durchaus mit Netflix & Co. mithalten kann. (tem)

Ted Lasso

Es wäre ja leicht, nach zwei Jahren Corona und jetzt Omikron zynisch zu werden. Es geht aber nicht. Denn Ted Lasso (Apple TV+) erlaubt es nicht. Es klingt banal, aber diese Serie macht glücklich. Dank einer Hauptfigur, die immer freundlich ist. Immer. Wundervoller Balsam auf die Pandemieseele. (ley)

Succession

In der brillanten dritten Staffel der  preisgekrönten Hit-Show (Sky) spitzt sich der Machtkampf um die Nachfolge im Medienimperium Waystar Royco zu. Niederträchtige Superreiche im emotionalen Showdown: Exquisite Besetzung und treffsicherer Dialogwitz sorgen für  perverses Vergnügen. (sei)

Genius: Aretha

Mit der „Queen of Soul“ zurück in die 60er. Aretha Franklin (großartig: Cynthia Erivo) reibt sich zwischen Tonstudio und toxischem Eheleben auf. Eine musikalische Reise mit viel Pathos und Herzschmerz: Hauptzutaten für große Soulmusik – und eine tolle Zeit vorm TV („Genius: Aretha“ auf Disney+). (weise)

Mare of Easttown

Wie ein unsichtbares Spinnennetz verbinden dunkle Geheimnisse die Bewohner von Easttown. Als ein Mord geschieht, bringt Polizistin Mare sie ans Tageslicht. Dank interessanter Wendungen und vor allem Kate Winslet ist „Mare of Easttown“ (Sky) spannend bis zum Schluss. (nobe)

Reservation Dogs

Vier Teenager wollen das triste Leben in einem Reservat für Native Americans hinter sich lassen. Dafür müssen sie sich aber erst das nötige Kleingeld ergaunern. „Reservation Dogs“ (Disney+) erzählt davon mit Herz und Witz, thematisiert Probleme und nimmt Stereotype aufs Korn. (nobe)

Get Back

Es war die Geburt von „Let It Be“ und gleichzeitig das Ende der Beatles: Im Jänner 1969 soll in nur 14 Tagen ein letztes gemeinsames Album eingespielt werden. Aber der Haussegen hängt längst schief, alles ist zäh. Und dann sitzt da noch diese Yoko im Studio herum. Man muss wirklich kein Beatles-Fan sein, um die Serie (Disney+) zu lieben. (weise)

Maid

Die wahre Geschichte von Stephanie Land wurde zum Bestseller, Netflix machte eine erschütternde und berührende Serie daraus: Alex (Margaret Qualley) steht nach einer Trennung vor dem Nichts. Zwischen  Putzjob, Behördendschungel und einer bipolaren Mutter (Andy McDowell) kämpft sie für ein besseres Leben für sich und ihre Tochter. (nobe)

The White Lotus

Reiche Menschen machen einen All-inclusive-Urlaub im Luxusresort auf Hawaii. Doch die verwöhnten Snob-Gäste tragen ihre persönlichen Konflikte solange auf dem Rücken des willfährigen Dienstpersonals aus, bis die Situation zu eskalieren beginnt. Bitterböse Gesellschaftssatire mit  dramatisch-beißendem Unterton (Sky). (sei)

Foundation

Es ist ein zentrales Werk der gesamten Science-Fiction-Literatur. Und nun ist Isaac Asimovs „Foundation“ eine dem Gewicht entsprechend sehr getragene Serie bei Apple TV+. Es geht um die Berechenbarkeit von gesamtgesellschaftlichen Reaktionen, und da kann man alleine schon für den nächsten Twitter-Shitstorm etwas lernen. (ley)

The Chair

In der kurzen und knackigen Comedy-Serie will Sandra Oh („Grey’s Anatomy“, „Killing Eve“) als Professorin für frischen Wind an der Uni sorgen – und scheitert. Die Serie (Netflix) handelt von Identitätsdebatten, Rassismus und Sexismus – unterhaltsam erzählt, mit einem schrägen Auftritt von David Duchovny. (nobe)

True Story

Comedy-Star Kevin Hart in einem an seine Person angelehnten Drama (Netflix): Der erfolgreiche „Kid“ macht Pause in seiner Heimatstadt und lässt sich von seinem Bruder in üble Vorgänge verwickeln. Er schwankt zwischen dem, was er geschaffen hat, und einer Welt, der er nicht entkommt. Sehenswert! (pwi)

Kevin Can F Himself

Es gibt eine Brutalität des Lachens, die man vom Kabarett kennt: Man lacht ohne Rücksicht auf Verluste. Diese Serie (bei Amazon) zeigt die Humor-Kehrseite der Sitcoms auf: Zwischen Klamaukszenen sieht man, wie mies es der Frau des titelgebenden Kevin mit den Schmähs geht. Spannend. (ley)

It's A Sin

Eine queere Clique genießt im London der 80er die Freiheit nach dem Auszug aus den konservativen Elternhäusern. Als plötzlich eine unbekannte Krankheit auftaucht, geht die Angst um. Die Serie von Russell T Davies (Starzplay) zeigt große Lebensfreude und ist gleichzeitig zutiefst traurig. (nobe)

Gomorrha

Bevor ab 30. 12. via Sky das Finale (Staffel 5) der italienischen Mafia-Serie verfügbar ist, gibt es für alle, die nicht am aktuellen Stand sind, die Möglichkeit, Versäumtes nachzuholen. Es zahlt sich aus, denn die Serienversion von Roberto Savianos Bestseller ist Fernsehen auf höchstem Niveau. (weise)

Squid Game

Ist der Netflix-Hype groß genug, gibt man eher zu, an Bord zu sein. Auch wenn mit jedem sinnlos getöteten Spielteilnehmer  im südkoreanischen „Squid Game“ die Frage drängender wird, ob die beabsichtigte Gesellschaftskritik die gezeigte Brutalität rechtfertigt. Vielleicht bleibt man gerade deshalb dran. (tem)

Lupin

Omar Sy („Ziemlich beste Freunde“) als literarisch inspirierter und in Wirklichkeit natürlich auf der richtigen Seite des Gesetzes stehender Gangster –  die französische Netflix-Serie ist schlau geschrieben und zeigt, was keines Beweises bedarf: Das neue Serienfernsehen funktioniert auch in Europa. (ley)

The Flight Attendant

Man kennt sie  als Penny aus „The Big Bang Theory“, in „The Flight Attendant“ zeigte sich Kaley Cuoco von einer anderen Seite: In der rasanten Thrillerkomödie (Amazon) überzeugte sie als Flugbegleiterin, die in ein Mordkomplott verwickelt wird  und sich ihren inneren Dämonen stellen muss. (nobe)

The Serpent

Sieht man Serienkillern bei der Arbeit zu, hilft es, wenn sie sympathisch sind, siehe „Dexter“. Im Fall des in den 70ern in Ostasien tätigen Touristenmörders Charles Sobhraj ist das nicht so. Daher sucht man auf Netflix unter den möglichen Opfern nach netten Figuren und hofft inständig, dass sie überleben. (tem)

WandaVision

Marvels erste Serie für den Streamingdienst Disney+ ist ein ungewöhnliches Experiment: Die zwei Superhelden Wanda und Vision reisen darin, gefangen in einer TV-Sitcom, durch die Fernsehgeschichte. Das Ergebnis ist einfallsreich, unterhaltsam und bietet natürlich auch die nötige Marvel-Action. (nobe)

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