Bunt und extravagant: Das steirische Millionärspaar "Die Temmers" werden demnächst bei ATV zu sehen sein

© Die Temmers

Interview
01/05/2022

Bei ATV hat man keine Angst vor der Selbstkannibalisierung

Sender-Chef Thomas Gruber über die Zukunft der ATV-Information, die Konkurrenz durch Streaming, „Tinder-Reisen“ und Co sowie ATV2

von Christoph Silber

Start ins Jahr mit dem Quoten-Hit: Bei ATV beginnen heute die Event-Folgen von „Bauer sucht Frau" (20.15). „ATV in Reinkultur" kündigt Sender-Chef Thomas Gruber auch bei den neuen Formaten an, die die starke Quoten im Hauptabend absichern sollen. Für die Information geht es hingegen ins letzte Jahr der redaktionellen Eigenständigkeit. Diese Auflage der Bundeswettbewerbsbehörde beim Erwerb der ATV-Sender durch ProSiebenSat.1Puls4 endet 2022.

ATV geht ins letzte Jahr seiner, von der Bundeswettbewerbsbehörde vorgegeben redaktionellen Selbstständigkeit. Was heißt das organisatorisch?

Thomas Gruber: Die zuletzt im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie angepassten behördlichen Auflagen laufen mit Ende 2022 formal ab. Das heißt, wir arbeiten auf dieser Basis im Wesentlichen bis dahin weiter so wie bisher. Natürlich gibt es schon Überlegungen für die Zeit danach, über konkrete Pläne können wir derzeit aber noch nichts sagen. Da bitte ich um Verständnis.

ATV hat ein gewachsenes Profil. Das sind etwa die Reportagen, dazu gehört vor allem auch die sehr eigenständige Information. Und um die ging es bei der Wettbewerbsbehörde ja vor allen Dingen. Wie sehen Sie deren Entwicklung auch in Hinblick auf die konzerninterne Parallelstruktur bei Puls4 bzw. Puls24?

Es gibt leider sehr viele Doppelgleisigkeiten und natürlich würden sich schon jetzt viele Synergien ergeben. Das Info-Team wird jedenfalls weiter neben den täglichen Nachrichtensendungen auf ATV und ATV2 aufzeigen: 2022 fix wieder im Programm ist „ATV aktuell: die Woche“ mit Meinrad Knapp sowie den Politikexperten Thomas Hofer und Meinungsforscher Peter Hajek immer am Sonntag um 22.20 Uhr. „ATV aktuell: im Fokus“ immer am Samstag in Verlängerung der News um 19.20 Uhr bringt Interviews mit Spitzenpolitikern und Kurz-Reportagen. Gestartet haben wir 2021 zudem unsere Spezial-Dokus - zumindest einmal im Quartal wird ein Schwerpunkt-Thema aufgegriffen und im Anschluss in einer Talk-Runde analysiert. Zuletzt, im November, ging es etwa um den Terror-Anschlag von Wien. Sehr gut funktioniert hat hier übrigens auch unser Klima-Schwerpunkt im September mit über 8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Das heißt, ATV performt auch mit solchen Themen. Daneben produziert ATV auch noch das Wetter für die gesamte Sendergruppe, ausgenommen Puls4. Und die Journalisten-Runde „ATV aktuell spezial: Der Talk“ ist auch auf Puls 24 zu sehen. Das heißt, ATV-Info-Formate sind auf verschiedensten Sendeplätzen präsent.

Soll das auch in Zukunft, also über diese Frist der Wettbewerbsbehörde hinaus, so sein? De ATV-Information hat ja einen eigenen Charakter.

Wichtig ist mir festzustellen, die Redaktion produziert nicht nur die klassischen Nachrichtensendungen, sondern auch diese zusätzlichen Info-Formate.  Als Senderchef und ATV-Geschäftsführer kann ich sagen, das soll auch in Zukunft so sein, zumal diese Formate ja sehr gut auf ATV und ATV 2 funktionieren.

Beim Schwesternsender Puls4 gab es eine Änderung, weil dessen Chefin Stefanie Groiss-Horowitz als Programm-Direktorin zum ORF gewechselt ist. Wieweit sind Sie jetzt bei Puls4 involviert?

Die Kollegen von Puls4 und Puls24 setzen nun auf eine offene interne Lösung mit einem sogenannten Content Board und einem Innovation Board für Puls4 und Puls 24 und gleichzeitig auch für unser tolles Streaming Produkt Zappn. Der erfreuliche Verlauf in den Quoten und auch der Fallzahlen zeigt, dass die Funktionalität dieser Struktur, ob sie nun interimistisch oder dauerhaft sein wird, gegeben ist. Und um es einfach, kurz und bündig zu sagen: Wenn meine Expertise auch hier gefragt ist, stehe ich zur Verfügung. Aber der Hauptfokus liegt auf ATV.

Zu den Quoten von ATV: Vergleichsweise stark ist man im Hauptabend, beispielsweise mit „Bauer sucht Frau“. Im Sommer gab es hingegen eine Delle. Wie lautet ihre Analyse?

Mit Blick aufs Gesamtjahr 2021 lässt sich zunächst einmal festhalten: ATV ist in der Zeitzone 20.15 bis 22.15 Uhr mit 6,1 Prozent Marktanteil der stärkste Privatsender in Österreich – und zwar nicht nur der österreichischen Sender. Wir konnten uns da sogar etwas steigern Das freut uns natürlich. Es zeigt, dass sich der von uns konsequent verfolgte Weg lokaler Eigenproduktion auszahlt. Wir bespielen vier Abende pro Woche mit Eigenproduktionen. Wir haben zuletzt zudem die Vorabend-Programmierung etwas verändert und auch diesen in Richtung Eigenproduktionen getrimmt. Nach den News und Wetter läuft da nun Montag bis Freitag ab 19.35 eine kurze Reportage sowie „Heinzl und die VIPs“. Auch das entwickelt sich nun immer besser. Und was die Delle betrifft, wir hatten heuer wieder ein sehr starkes Sportjahr u. a. mit der Fußball-EM 2020 und das hat die Sommermonate geprägt.  

Vier Tage mit Eigenproduktionen im Hauptabend – soll es noch mehr werden? US-Serien ziehen ja nicht mehr so.

Wir merken auch, und das ist ja das Thema, dass insbesondere Serien gewisse Abnutzungserscheinungen zeigt. Einen fünften Tag mit Eigenproduktionen wird es aber mittelfristig nicht geben. Unser Ziel ist es vielmehr, den Freshness-Faktor zu erhöhen, also mehr neue Eigenproduktionen und weniger Wiederholungen zu spielen. Das zahlt auf die Quoten ein: „Tinder-Reisen“, eine ATV-Eigenkreation, ist inzwischen zweistellig; „Mein Gemeindebau“ und „Mein Gemeindebau Österreich“ ebenfalls. Solche Quoten erreicht man de facto mit zugekauften US-Fiction-Content nicht mehr. Ehrlicherweise muss man aber sagen, dass es auch nicht jede Eigenproduktion in solche Höhen schafft. Aber daran arbeiten wir, das ist unser Anspruch.

US-Serien laufen bei Euch bisher nachmittags bis 19.20 Uhr. Das heißt, Ihr überlegt, hier noch Slots für Eigenproduktionen zu öffnen?  

Genau. Relevante Zeitzonen vor der Prime Time noch stärker in Richtung Eigenproduktionen zu öffnen, wäre naheliegend.

Heute,  Mittwoch (20.15), starten die neuen  Eventfolgen von „Bauer sucht Frau“. Arabella Kiesbauer wird beim ersten Wiedersehen nach den Hofwochen herausfinden, bei wem Amors Pfeil getroffen hat. Direkt danach (21.35) beginnt die dritte Staffel von „Alles Liebe“. Andreas Mannsberger besucht wieder Singles in ihrem Zuhause und erkundet ihre Wünsche und Sehnsüchte.

Morgen, am 6. Jänner, 20.15, beginnt die bereits 16. Staffel der ATV-Erfindung „Teenager werden Mütter“. Im Anschluss (21.30) wird die erste Staffel „Mei potschertes Leben“ ausgestrahlt. Mit dabei: tragische Charaktere, skurrile Geschichten und ein Off-Text, der sich reimt.

Als neue Formate für 2022 angekündigt sind u. a.:  „Die Temmers – Reich statt Scheich“ – das Millionärspaar Walter und Susi Temmer zeigt sein verrücktes und schillerndes Leben; „Die Strafverteidiger“ über die bekanntesten Vertreter dieser Zunft und ihre Fälle sowie „Die Tuner“. Auch ein Special über den verstorbenen Herrn Doser („Mein Gemeindebau“) ist geplant.

Lichte Quoten-Höhen in der 18ten Staffel erreicht allwöchentlich „Bauer sucht Frau“. Partner-Suche im Fernsehen zieht das Publikum magisch an. Wie versucht ihr, dieses Genre am Köcheln zu halten? 

Wenn wir kurz mal auf 2022 blicken, dann bringt das neue Jahr gleich mal am Mittwoch die Event-Folgen von „Bauer sucht Frau“, gefolgt von neun neuen Folgen  von „Alles Liebe“, in denen Andreas Mannsberger wieder einsame Herzen zu Hause besucht. Dem Thema widmen sich auch die ATV-Klassiker „Geschäft mit der Liebe“, inzwischen in der achten Staffel oder auch die vierte Staffel unsere Eigenkreation „Amore unter Palmen“. Und an unserem Dating-Format „Tinder-Reisen“ gibt es inzwischen Interesse aus anderen Länder, konkret UK und Belgien. Diese Eigenkreation geht ebenfalls in Q1 mit zwölf neuen Folgen auf Sendung – erstmals bereits um 20.15 Uhr.

Der Publikumserfolg führt also zum besseren Sendeplatz?

„Tinder-Reisen“ folgt da den Beispielen von „Amore unter Palmen“ oder auch „Geschäft mit der Liebe“, ebenfalls zweistellige Quotenerfolge. Das sind Formate, die zunächst um 21.20 Uhr gelaufen sind, aber sich einfach so toll entwickelt haben, dass wir sie vorziehen. Damit bekommen wir Platz, um dahinter erneut weitere Eigenproduktionen auszuprobieren.

Was ist geplant? 

Am Donnerstag wird „Mein potschertes Leben“ on air gehen. Die neue Dokusoap  erzählt von tragischen Charakteren und skurrilen Geschichten – also ATV in Reinkultur. Es wird außerdem ein Wiedersehen mit Harry aus „Amore unter Palmen“ geben. Ein weiteres neues Format, auf das wir uns freuen, sind „Die Temmers – Reich statt Scheich“ - das Millionärspaar Walter und Susi Temmer zeigt hier sein verrücktes und schillerndes Leben. Am Donnerstag wird dann auch „Geil – So treibts Österreich“ zurückkommen. In sechs neue Folgen ist Influencerin Nadine Mayerhofer wieder für uns in Sachen Liebe und Sex unterwegs.

Nächstentriebe haben also weiter Saison bei ATV. Am anderen Ende angesiedelt ist Euer Blaulicht-Samstag.

Das ist kein leichter Tag, weil hier häufig große Shows sind. Dem setzen wir True Crime entgegen mit „Ungelöst - Cold Case Austria“, das in Q1 im Zusammenspiel mit den Behörden in eine weitere Runde geht. Neue Formate werden sein „Die Strafverteidiger“, in dem wir den bekanntesten Vertreter bei ihren spannendsten Fällen begleiten, und „Die Tuner“, das uns in die heimische Roadrunnerszene führt.

Als Eigenproduktionstag etabliert hat sich auch der Sonntag - Stichwort „Pfusch am Bau“.

Der Sonntag steht nun 16 Wochen im Zeichen von „Gemeindebau“, das zuvor am Donnerstag gelaufen ist. Zehn neue Folgen „Mein Gemeindebau“ zeigen wieder besondere wie heitere Seiten Wiens. Gleich im Anschluss dann werden sechs Folgen „Mein Gemeindebau Österreich“ und auch Österreichs beliebtesten Privatdetektiv, dem verstorbenen Herrn Doser, werden wir ein eigenes Special widmen. Wir blicken auf ihn zurück und werden ihn auch noch einmal hochleben lassen.

Sie sprachen zuvor vom Interesse anderer Sender an ATV-Formaten. Wieweit spielt der Programm-Austausch innerhalb des Pro7Sat1-Konzerns, zu dem ATV zwischenzeitlich gehört, eine Rolle?

Es gibt in Deutschland einen Creativ-Exchange und auch wir stellen dort unsere Ideen vor. Wir konnten z. B. deshalb „Trucker Babes Austria“ machen, weil die Format-Rechte beim Konzern liegen und super zu Österreich passen. Andererseits finden dort unsere Formate wie „Amore unter Palmen“ oder „Tinder-Reisen“ großen Anklang, ersteres ist dort sogar schon bei Kabel1 gelaufen. Das gilt übrigens auch für „Trucker Babes Austria“.

Es gibt ja eine ganze Menge an Reportage-Reihen auf ATV. Da wird In-Time produziert. Die Unwägbarkeiten wegen Corona müssen Euch da einigermaßen ins Schwitzen bringen.

Die Devise war, so viel wie möglich über den Sommer zu produzieren. Beispielsweise sind wir beim Abschluss-Event von „Bauer sucht Frau“ gerade noch mit einem blauen Auge davongekommen. Denn das war kurz vor dem letzten Lockdown. Wir haben das aber mit erhöhten Sicherheitskonzept gut über die Bühne gebracht. Aber natürlich, in Hinblick auf zum Beispiel „Amore unter Palmen“ kann man nicht voraussehen, wie sich da Lage entwickeln wird und ob und wo man da aus Österreich einreisen darf. Das ist alles schwierig, aber wir haben insgesamt schon einen guten Vorlauf. Auf die Formate, die nun in Q1 laufen werden, hat das alles gar keinen Einfluss.

Kurzer Sidestep zu ATV2. Das läuft unauffällig, mit klarer Ausrichtung auf anspruchsvolle Filme und Serien. Oder gibt’s Nachbesserungsbedarf?

ATV2 ist programmlich sehr gut positioniert. Es geht jetzt eher darum, die Marke etwas nachzuschärfen und noch deutlicher als Fiction-Sender zu positionieren. Dazu haben wir 2020 erstmals den Storytelling Contest ins Leben gerufen, bei dem wir Kreative aufgefordert haben, uns Ideen für Kurzfilme zu schicken – vorselektiert waren das über 70. Noch vor Weihnachten wurde der erste Kurzfilm auch tatsächlich umgesetzt und er wird nächstes Jahr on Air gehen.

Warum diese Aktion?

Als Privatsender in Österreich ist es schwierig bis unmöglich, große Fiction zu produzieren und zu finanzieren. Wir wollen deshalb die Marke ATV2 mit Kompetenz im Kurzfilm-Bereich aufladen.  Auch der zweite Storytelling-Contest ist bereits abgeschlossen und es wird das Sieger-Projekt 2022 verwirklicht. Wir werden also die Marke ATV2 deutlich als den Film- und Serien Sender wahrnehmbar machen. Das passiert beispielsweise auch durch die Ausstrahlung der neuen Staffel von „Lucifer“. Der zweite Block der fünften Staffel ist auf ATV2 zu sehen – und eben nicht auf ATV.  Auch von „Manifest“ wird es alle drei Staffeln auf ATV2 geben. Aber auch bei Filmen, die hochklassig, aber nicht ganz so massentauglich sind, werden wir auf ATV2 wieder einige Highlights bieten können. Quotentechnisch sind wir mit der Entwicklung von ATV2 jedenfalls sehr zufrieden, vor allem was die relevante Zeitzone 17 bis 23 Uhr angeht.

Streaming ist einerseits Konkurrenz, andererseits eine wichtige Ergänzung für die Sender. Das ist bei Euch nicht anders - welche Rolle spielt da die konzerneigene Plattform Zappn?

Zunächst einmal spielt Content die große Rolle - und dann auch die Plattform. Zappn hat eine hohe Relevanz, weil es von den Konsumenten schlicht sehr gut angenommen wird. Die App verzeichnet ja mittlerweile über 2 Millionen Downloads bei gleichzeitig einer sehr starken Wachstumsentwicklung im Jahr 2021. Und auch hier steuern wir Highlights bei. Wir sind dazu übergegangen, vermehrt ATV-Content vorab digital zur Verfügung zu stellen. Fans von „Bauer sucht Frau“ können hier 24 Stunden vor der linearen Ausstrahlung fündig werden. „Mein Gemeindebau“ gibt es sogar 48 Stunden vorab - auf Zappn, aber auch auf der klassischen ATV-Mediathek, die wir einem Relaunch unterzogen haben und die sich seitdem sehr gut entwickelt. Das Beispiel „Bauer sucht Frau“, das auch im Digitalbereich sehr gute Zugriffe hat, zeigt, dass sich das gegenseitig pusht. Wir können also damit auch außerhalb der klassischen, linearen TV-Ausstrahlung mit unserem Content punkten. Das wollen wir in Zukunft mit Streaming-exklusiv-Content für diese Formate noch mehr forcieren.

Die Diskussion darüber, dass man sich mit der Vorausstrahlung via Streaming quasi die TV-Quote ruinieren könnte, die ist hinfällig?

Ja, Bedenken kann ich aufgrund der Erfahrungen mit „Bauer sucht Frau“ wirklich relativieren. Es schadet die Vorausstrahlung nicht der TV-Quote, gleichzeitig erreichen wir damit Zuseher, die vielleicht gar nicht am linearen Sender geschaut hätten. Man kommt sich also nicht nur nicht in die Quere, sondern es stärkt letztendlich sogar das ATV-Produkt „Bauer sucht Frau“.

Das vergangene Jahr war durch Corona für die TV-Sender ein Auf und Ab auch was den Werbemarkt betrifft. Wie hat sich das auf die ATV-Sender ausgewirkt?

In 2021 war das erste Quartal vom Lockdown geprägt. Aber selbst da haben die Werbekunden gemerkt, dass Werbung selbst in solchen Zeiten natürlich wichtig ist. Auswirkungen hatte zudem die Fußball-EM, die auf die Reichweiten gedrückt hat. Aber trotzdem ist ATV ganz gut durch dieses Jahr gekommen. Natürlich sind wir noch weit entfernt von den Jahren davor. Da können wir uns von der Gesamtentwicklung der Wirtschaft in Österreich nicht abkoppeln.

Sie sind nicht nur Chef der ATV-Sender, sondern auch Obmann der Arbeitsgemeinschaft Teletest (AGTT). Über die Quoten-Messung gibt es schon länger – und nicht nur in Österreich - rege Diskussionen. Nun gibt es Überlegungen einer Neuaufstellung, die ganz konkret schon bei der Wettbewerbsbehörde liegen. Worum geht’s?

Nach zweijähriger Evaluierung haben sich die Mitglieder der AGTT für einen neuen Weg entschieden, nämlich gemeinsam mit Red Bull das Joint Venture TV Insight zu gründen. Mit dieser Anwendung wird ein wichtiger Schritt für die Zukunft gesetzt. Denn man kriegt dadurch einfach mehr Stabilität in den Nutzungsdaten.

Und was steckt hinter dieser neuen Form der Quoten-Messung?

Diese hbbTV-Messtechnik ermöglicht die Messung der direkten und anonymisierten Nutzung von Smart TVs, sofern diese Geräte entsprechend mit dem Internet verbunden sind. Allein in Österreich sind das bereits mehr als eine Million Geräte und die Zahl steigt kontinuierlich.

Ich nehme an, es gibt dazu Probeläufe. Was bringen diese neuen zusätzlichen Zahlen und Daten?

Man bekommt validere Messwerte. Es schaut ja immer jemand fern. In einem Panel ist es aber gerade in Randzeiten schwierig, das durchgängig zu erheben.

Zum Abschluss zur Politik: Die Regierung wurde soeben umgebildet, es gibt nun mit Susanne Raab wieder eine Medien-Ministerin. Was sind die Erwartungen – die Wunschlisten der einzelnen Akteure am Markt - von ORF, Zeitungen bis hin zu Privatsendern - sind ja bekannt?

Wir wünschen uns eine Gleichbehandlung aller Medienplayer.

 

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