Alexander Kumptner ist neues Jury-Mitglied in der achten Staffel der Sat.1-Show "The Taste"

© Sergiu Andrés

Kultur Medien
06/09/2020

Alexander Kumptner: Wie trotz Pandemie eine Koch-Show gedreht werden kann

Der Wiener Haubenkoch und Neo-Juror über die neue Staffel des TV-Formats „The Taste“, sein neues Lokal und den Lockdown.

von Nina Oberbucher

Nach coronabedingten Pausen und Verzögerungen bei zahlreichen TV-Formaten wird im deutschsprachigen Raum mittlerweile wieder fleißig gedreht und produziert. Beim Austro-„Tatort“ ebenso wie für „Die Millionenshow“. Aber auch in Sachen Kulinarik ist für Nachschub gesorgt: In München starteten Ende Mai etwa die Aufzeichnungen für die achte Staffel der Sat.1-Kochshow „The Taste“ – heuer mit einem Österreicher in der Jury. Der Wiener Koch Alexander Kumptner verstärkt neben Alexander Herrmann, Tim Raue und Frank Rosin das Team der Juroren.

16 Hobby- und Profiköche versuchen in der Show, mit ihren kulinarischen Fähigkeiten zu punkten. Der Sieger bekommt am Ende 50.000 Euro – und ein eigenes Kochbuch.

Kumptner, der Küchenchef im mittlerweile geschlossenen Szenelokal Albertina Passage in Wien war, ist TV-Show-erprobt und u. a. in der ORF-Kinderkochsendung „Schmatzo“ oder in der ZDF-„Küchenschlacht“ zu sehen. Das Arbeiten unter Corona-Bestimmungen sei durchaus eine Umstellung, wie der 37-Jährige dem KURIER berichtet: „Aber es macht trotzdem viel Spaß und wenn sich alle daran halten, ist das Ganze halb so wild.“

Shows wurden "komplett umgerüstet"

Für die „Küchenschlacht“ sei Kumptner zuletzt noch per Videokonferenz zugeschaltet gewesen – zum Zeitpunkt der Aufzeichnung in Deutschland waren die Grenzen noch nicht wieder geöffnet. „Tatsächlich ist das erste Problem überhaupt gewesen, wieder nach Deutschland einzureisen“, erzählt der Haubenkoch. „Und auch die Shows, die zustande kamen, sind schon komplett umgerüstet.“

So auch bei „The Taste“: Da wurde als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme etwa das Vierer-Jury-Pult in Einzelpulte geteilt – schließlich ist auch hier das oberste Gebot: Abstand halten. Ob das nicht gerade bei einer Kochshow schwierig sei, wo es doch auch mal hitzig zugeht? „Klarerweise sind die emotionalen Momente die schönen im TV. Man möchte z. B. Kandidaten umarmen oder die Hand geben, wenn sie was toll gemacht haben oder die Show verlassen müssen. Die Kunst ist jetzt, diese Emotion zu transportieren, aber auf einem anderen Weg.“

Auch backstage ist jetzt einiges anders: „Hinter den Kulissen spielen der Mindestabstand und die Maskenpflicht natürlich eine Riesenrolle. Wir helfen hier auch gerne mal selbst mit und bei den Dingen, wo es nicht möglich ist, gibt es sogar eine doppelte Maskenpflicht, sprich Mund-Nasenschutz und Visier.“

Auch der Koch hat noch mehr gekocht

Im Lockdown hat Kumptner wie wohl die meisten vermehrt Zeit am Herd verbracht: „Ich muss sagen, wir haben tatsächlich das Beste aus der Situation gemacht. Ich glaube, es ist wichtig, dass man, auch wenn man zu Hause sitzt, eine tägliche Routine bekommt“, sagt Kumptner. „Zudem muss ich zugeben, dass ich selten so viel zu Hause gekocht habe wie in der Isolationsphase.“

Auch abseits von Kochshows hat Kumptner gut zu tun. Seit vergangener Woche ist die Pop-up-Pizzeria „Pizza Senza Danza“ in Wien in Betrieb, die „Gott sei Dank auch sehr, sehr gut angenommen“ werde. Ein weiteres Gastro-Projekt in Wien, die Eröffnung des Lokas „Everybody’s Darling“, verzögere sich, „da wir bei gewissen Dingen Lieferschwierigkeiten haben, aber im Großen und Ganzen kann ich mich überhaupt nicht beklagen“.

Bis Ende Juni stehen bei Kumptner aber ohnehin noch die Arbeiten für „The Taste“ am Programm – ausgestrahlt werden die neuen Folgen voraussichtlich Ende des Sommers.

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