Im Eck: Warum Kunsthalle Wien und mumok einen Neustart brauchen

Im Eck: Warum Kunsthalle Wien und mumok einen Neustart brauchen
Wofür stehen die zwei Wiener Kunstinstitutionen, in denen demnächst neue Leiterinnen antreten, heute noch?

„Revolution Now!“: Der wohlig-aufrührende Leitspruch der Wiener Festwochen ziert auch jene Ecke des Wiener Museumsquartiers, in die sich abseits von einzelnen Aufführungen derzeit nur wenige verirren: Denn dass es hier auch Kunst zu sehen gibt, ist für Uneingeweihte nicht wirklich ersichtlich. Und weil das über die Treppe nebenan zu erreichende mumok seit Monaten geschlossen hat, geht die Frequenz jener, die wegen bildender Kunst hierherkommen, gegen Null – mit Auswirkungen auf den gesamten Kulturbezirk, der nicht nur von Events lebt: Auch das Leopold-Museum nebenan spürt es, wenn interessiertes Publikum ausbleibt.

Eine Revolution muss hier dringend stattfinden – und die neuen Führungspersönlichkeiten, die demnächst die städtische Kunsthalle und das zu den Bundesmuseen zählende mumok übernehmen, sollten am besten einen Defibrillator mitbringen. Denn allein mit Ansagen über den Wunsch zum „Brückenbau“ (die designierte Kunsthallen-Chefin Michelle Cotton, die ihr Amt im Juni antritt) und „Großzügigkeit, Offenheit und Wärme“ (ihre Kollegin Fatima Hellberg startet im Oktober 2025* im mumok) werden sich die Patienten nicht beleben lassen.

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