Kultur
13.03.2013

Haarlocken als Zeichen der Solidarität

"Global Curls for Egyptian Girls": Künstlerischer Protest gegen die Marginalisierung der Frauen in Ägypten.

Ägypten ist seit der Revolution von Aufruhr und Krise zerrüttet und der "ägyptische Staat braucht seine Frauen heute mehr denn je", so Karin Hannak.
Ihr Rolle rückt immer mehr in Bedrängnis, umso mehr müssen sich die Frauen positionieren und ihre Rechte erkämpfen. Kurz vor den Parlamentswahlen, deren Termin im April noch immer nicht fix ist, und der damit einhergehenden Bestimmung der Frauenrechte in der Verfassung, soll das Projekt "Global Curls for Egyptian Girls" als Installation in einer Galerie in Kairo ausgestellt werden. Gezeigt werden Haarlocken von Frauen aus aller Welt.

Ins Leben gerufen wurde das Kunstprojekt von der österreichischen Künstlerin Ilse Hirschmann in Kooperation mit der arabischen Künstlerin Dina Elgharib. Anstoß für Hirschmanns Idee gab ein Bericht über eine arabische Frau, welche sich aus Protest gegen die Marginalisierung der Frau in der Verfassung auf dem Tahrir-Platz in Kairo den Kopf rasierte.
Über eine Ausschreibung gelangte Karin Hannak zu dem Projekt. Die Künstlerin im KURIER-Gespräch: "Haare symbolisieren für mich Kraft und sind daher ein ideales Mittel, um sich solidarisch zu zeigen".

Frauen auf der ganzen Welt haben die Möglichkeit ein ausgefülltes Formular (Name, Nationalität, Beruf und Alter) mit einer Haarlocke und einem Foto zu versehen, einzusenden und die ägyptischen Frauen zu unterstützen. (Einsendeschluss ist der 31.3.2013) Die Initiatoren hoffen auf rege Beteiligung, um größtmögliche Aufmerksamkeit für ihr Projekt zu bekommen.

In Österreich wird das Projekt am 8. April im Europahaus Burgenland in Eisenstadt präsentiert.