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Frauenrock und sehr hohe Töne: So wird die Show vom 2. ESC-Halbfinale

Wieder viel Nebel, weniger Rauch, Arienklang und ein LBTQI+-Kurs: Heute steigt das 2. ESC-Semifinale. Der KURIER hat die Show vorab gesehen.
Eine Frau in schwarzem Outfit und Overknee-Stiefeln singt auf einer Bühne mit roten Lichtern und Kabeln.

Zehn Länder konnten schon aufatmen am Dienstag, für 15 weitere wird es heute ernst. Das 2. Semifinale vom Eurovision Song Contest in Wien findet heute statt, zu sehen ab 21 Uhr auf ORF1. Auch heute werden jeweils zur Hälfte die Stimmen des Publikums und einer Fachjury über das Schicksal der Teilnehmer entscheiden. 

Zum Einstieg wird man in das vergangene Jahr zurückgeworfen, als JJ mit dem Countertechnosong "Wasted Love" gewonnen hat. Der erklingt auch wieder, aber auf dem Boot in Seenot steht nun nicht mehr JJ, sondern Moderator Michael Ostrowski, der sich gegen Papierschiffchen und Origamischwalben wehrt. Auch Gastgeberin Victoria Swarovski wird bei diesem Schiffbruch nass werden, so viel kann man verraten. Aber der Vorjahresgewinner wird im Lauf der Show eh auch noch selbst auftreten - mit neuem Song.

Eine Frau in glitzerndem Kleid singt auf einem goldenen Flügel, umgeben von Lichteffekten und Pyrotechnik.

Auf dem Klavier kann Australiens Delta Goodrem nicht nur spielen, sondern auch stehen.

Klavier mit Überraschungseffekt

Auch in diesem Halbfinale wird an spektakulären Licht- und Videoeffekten nicht gespart, diesmal gibt es aber - passend zum Intro - einige Lieder mit Arienanklängen, etwa von Lettland, Frankreich - mit Popnote -  und Rumänien -mit sehr viel Rocknote. Frauen mit Gitarre gibt es diesmal öfter, auch die Schweiz kann so eine vorweisen. Auch ein paar Balladen sind vertreten, auch mit dem Präfix Power: Luxemburg etwa mit Hippie-Attitüde, Australien mit Bombast und einem Multifunktionsklavier. 

Das Rennen scheint diesmal nicht so klar wie im ersten Halbfinale, Favoriten snd Australien, Rumänien, die Ukraine und Dänemark mit einem eher öden Popsong und Tänzern in der Kiste. Auch eng, aber anders könnte es laut Wettquoten für Lettland, die Schweiz, Armenien, Luxemburg und Aserbaidschan werden. Gut, da heißt das Lied auch schon "Just Go".

Im Pausenprogramm gibt es einen "Professor Eurovision"-Clip, in dem Victoria Swarovski klärt, ob "Schwule den Song Contest übernommen haben". 

Ein Sänger mit auffälligem Make-up und glänzendem Outfit performt energiegeladen auf einer bunt beleuchteten Bühne.

Auch Österreichs Cosmó führt seine Stanniolrüstung erstmals auf der großen ESC-Bühne aus.

Kein Voten für Tanzschein nötig

Heute ist es möglich, den Außenseitern aus der Patsche zu helfen, weil Österreich an diesem Abend mitvoten darf. Wie immer nicht für das eigene Land, aber Cosmó hat ja das Glück, schon für das Finale qualifiziert zu sein. Er präsentiert seinen "Tanzschein" auch heute - mit schwindelerregendem Videoeffekt und Absperrgitter für die Tiere.

Alle Kandidaten des 2. Halbfinales des ESC 2026:

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01 Bulgarien

Künstler: Dara
Land: Bulgarien
Song: "Bangaranga"
Superpower: wird live dank Pop-Rap-Dance-Mix für gehörige Bangaranga-Stimmung sorgen.

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02 Aserbaidschan

Künstler: Jiva
Land: Aserbaidschan
Song: "Just Go"
Superpower: kann in die Zukunft blicken – der Song weiß von vornherein, dass es fürs große Finale nicht reichen wird. Just Go einfach, bevor es wirklich ernst wird.

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03 Rumänien

Künstler: Alexandra Căpitănescu
Land: Rumänien
Song: "Choke me"
Superpower: sexuell konnotierte Liebeslieder mit Rock-Beats lassen die Hormone brodeln. Und klassische Superpower-Blitze gibt es obendrein auch.

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04 Luxemburg

Künstler: Eva Marija
Land: Luxemburg
Song: "Mother Nature"
Superpower: psychedelische Bilder, Geigenspiel und barfuß.

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05 Tschechien

Künstler: Daniel Žižka
Land: Tschechien
Song: "Crossroads"
Superpower: theatralische Dramatik und tiefgründige Lyrics lassen kathartische Tränen kullern. Auch er ist barfuß. Kann vielleicht auch nicht schaden.

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06 Armenien

Künstler: Simón
Land: Armenien 
Song: "Paloma Rumba"
Superpower: die vielleicht größte Tanzhymne des diesjährigen ESC. Rock this! 

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07 Schweiz

Künstler: Veronica Fusaro
Land: Schweiz
Song: "Alice"
Superpower: Switzerland wird heuer zum Wonderland und jagt dem Rock-Kaninchen nach. Gilt unter Fans als der am meisten unterschätzte ESC-Song 2026.

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08 Zypern

Künstler: Antigoni
Land: Zypern
Song: "JALLA"
Superpower: vereint Shakira-Optik mit Lokalkolorit und ESC-Habitus.

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09 Lettland

Künstler: Atvara
Land: Lettland
Song: "Ēnā"
Superpower: erweckt Schattenbilder zum Leben und lässt Glasscherben fliegen.

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10 Dänemark

Künstler: Søren Torpegaard Lund
Land: Dänemark
Song: "Før Vi Går Hjem"
Superpower: Glasbox, Glitzeroutfit, nackter Oberkörper, Smokey Eyes, androgyner Flair – dramatische Queerness at it's (ESC-)Best.

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11 Australien

Künstler: Delta Goodrem
Land: Australien
Song: "Eclipse"
Superpower: ein Klavier als Sidekick, das mit einem Seite an Seite um große Gefühle kämpft.

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12 Ukraine

Künstler: Leléka 
Land: Ukraine
Song: "Ridnym"
Superpower: Friedenshymne im ukrainischen Disney-Stil.

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13 Albanien

Künstler: Alis
Land: Albanien
Song: "Nân"
Superpower: mit der Kirche ums ESC-Dorf und direkt rein in die Stadthalle.

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14 Malta

Künstler: Aidan
Land: Malta
Song: "Bella"
Superpower: hat die Haare und den Schnauzer bella.

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15 Norwegen

Künstler: Jonas Lovv
Land: Norwegen
Song: "YA YA YA"
Superpower: sexy queere Ästhetik mit einem Refrain, den wirklich jeder mitgrölen kann.

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