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Trauer um Elfie Semotan: "Eine große Künstlerfotografin"

Elfie Semotan ist tot: Die Fotografin starb nach Herzstillstand im Burgenland. Karriere, Leben und Bedeutung im Überblick.
Ältere Frau mit grauen Haaren lächelt freundlich, im Hintergrund sind unscharfe gerahmte Bilder an der Wand.

Elfie Semotan ist tot. Die international renommierte Fotokünstlerin verstarb am Samstag. Sie dürfte beim Schwimmen im burgenländischen Freibad Jennersdorf einen Herzstillstand erlitten haben. Trotz sofortiger Erste-Hilfe-Maßnahmen konnte sie nicht mehr gerettet werden. Im Juli hätte Semotan ihren 85. Geburtstag gefeiert.

Geboren wurde Elfie Semotan 1941 in Wels. Nach dem Besuch der Modeschule Hetzendorf zog es sie mit 20 Jahren nach Paris. Nach Jahren als Model wechselte sie Anfang der 1970er-Jahre zur Fotografie. Es folgten Auftragsarbeiten für internationale Mode- und Lifestyle-Magazine sowie Werbekampagnen. Bekannt wurde Semotan für ihre Porträts und Werbearbeiten. Weniger bekannt sind ihre inszenierten Arbeiten im Wald: Transparente Stoffe umschlingen Bäume, bekleidete Puppen stehen im Gebüsch, bunte Plastikfolien setzen Akzente.

Reaktionen der Betroffenheit

Politik und Kunsteinrichtungen reagierten tief betroffen und bestürzt. Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) betonte: "Mit Elfie Semotan verliert Österreich eine der bedeutendsten Fotografinnen unserer Zeit." Ihre ikonischen Porträts, Modefotografien und künstlerischen Arbeiten prägten die internationale Fotoszene, sagte der Vizekanzler am Samstagabend im Onlinenetzwerk X. "Ihr unverwechselbarer Blick bleibt unvergessen." Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) betonte: "Ihr Tod ist ein unersetzlicher Verlust für die österreichische Kultur und das Kulturland Burgenland." Das Burgenland werde Elfie Semotan ein ehrendes Andenken bewahren, so Doskozil in einer Aussendung. Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) erklärte: "Mit Elfie Semotan verliert Oberösterreich eine außergewöhnliche Künstlerin und eine große Persönlichkeit." Sie habe mit ihren Fotografien neue Maßstäbe gesetzt und die internationale Foto- und Werbewelt nachhaltig geprägt. "Trotz ihrer internationalen Karriere hat sie ihre oberösterreichischen Wurzeln nie vergessen."

"Mit Elfie Semotan verliert Österreich eine seiner bedeutendsten Fotografinnen. Über Jahrzehnte hat sie mit ihrer unverwechselbaren Bildsprache die österreichische und internationale Mode-, Porträt- und Kunstfotografie geprägt und dabei Generationen von Fotograf*innen inspiriert", würdigte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) die Verstorbene. "Ihre Fotografien verbanden Eleganz mit Menschlichkeit, Präzision mit Empathie. Sie verstand es wie kaum jemand, hinter die Oberfläche zu blicken und die Würde, Individualität und Schönheit ihrer Motive sichtbar zu machen", hieß es in einer Aussendung. "Elfie Semotan hat die österreichische Fotografie international sichtbar gemacht und ihr zugleich eine unverwechselbare künstlerische Handschrift verliehen", ergänzte Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler.

 

„Mit Elfie Semotan verliert Österreich eine der bedeutendsten Fotografinnen unserer Zeit. Ihr Werk hat die Grenzen zwischen Mode-, Porträt- und Kunstfotografie neu definiert und über Jahrzehnte hinweg Maßstäbe gesetzt. Sie war eine außergewöhnliche Beobachterin des Menschen und eine Künstlerin, die mit ihrer Bildsprache weit über Österreich hinaus gewirkt hat“, würdigt der grüne Kultursprecher Werner Kogler die Verstorbene. „Ihre Bilder waren nie bloße Inszenierungen. Sie erzählten Geschichten, stellten Fragen und eröffneten neue Perspektiven. Gerade darin lag ihre große künstlerische Kraft“, so Kogler.

Das Museumsquartier Wien gab bekannt, um Elfie Semotan zu trauern. Sie habe die österreichische Fotografie über Jahrzehnte geprägt und mit ihrem unverwechselbaren Blick Menschen porträtiert. "Ihre letzte große Arbeit für die MQ Jubiläumskampagne '25 Porträts der Generation MQ' bleibt ein eindrucksvolles Zeugnis ihres Schaffens - und sie trat dabei selbst ein seltenes Mal vor die Kamera." Auch WestLicht reagierte bestürzt über das plötzliche Ableben der außergewöhnlichen Fotografin. "Ihr Werk ist aus der Geschichte der österreichischen Fotografie nicht wegzudenken und wird auch künftige Generationen inspirieren", schrieb die Wiener Fotogalerie auf Facebook. Das MAK trauert und schrieb, dass Semotan für das MAK eine zentrale künstlerische Stimme gewesen sei: "Eine Fotografin, die Mode, Kunst und angewandte Gestaltung mit seltenem Feingefühl verband. Ihre Arbeiten prägten über Jahrzehnte das visuelle Verständnis von Mode, Werbung und künstlerischer Fotografie." Die Kunsthalle Krems trauert ebenfalls um Semotan. Die "große Künstlerfotografin" sei "der Kunsthalle Krems stets eng verbunden" gewesen.

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