Kultur
12/02/2021

Sänger der "Fidelen Mölltaler" gestorben: Kickl dementiert Infektion auf FP-Event

Ludwig "Lucky" Ladstätter verstarb nach 14 Tagen Krankenhausaufenthalt an Corona. Spekulationen nach Teilnahme an "Freiheitstour" der FPÖ.

Der Sänger der Volksmusikgruppe "Die Fidelen Mölltaler", Ludwig "Lucky" Ladstätter, ist laut einem Bericht der Kleinen Zeitung am Montag an einer Corona-Erkrankung gestorben. Seine ehemaligen Bandkollegen gaben den Tod des Musikers am Dienstag in einem Nachruf bekannt.

Ladstätter sei 14 Tage lang im Krankenhaus gewesen, berichtete laut Kleiner Zeitung sein Ex-Bandkollege Huby Mayer, zuletzt auf der Intensivstation aufgrund einer Coronainfektion.

"Freiheitstour"

Medial wurde ein Zusammenhang mit der "Freiheitstour" von FPÖ-Obmann Herbert Kickl, der später selbst an Corona erkrankte, hergestellt.

 

Ladstätter hatte laut Kleiner Zeitung eine der Veranstaltungen am 5. November in Wolfsberg besucht, Kickl selbst postete damals tags darauf auf Instagram ein Foto von sich und Ladstätter sowie FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz bei diesem Event (das dritte Bild der Slideshow, Anm.).

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Kärntens Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) hatte zuvor diese "Freiheitstour" scharf kritisiert und berichtet, dass einige Teilnehmer der Parteiveranstaltungen sogar im Krankenhaus und auf Intensivstationen liegen würden. FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz entgegnete, dass Veranstaltungen der "Freiheitstour" "nach den damals gültigen strengen 3G-Regelungen" durchgeführt worden seien. Im Bezirk Wolfsberg schnellten die Inzidenzen jedenfalls auf einen Wert von über 2.000.

Kickl nahm Stellung

Kickl nahm am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zur Corona-Politik auch zum Tod Ladstätters Stellung. Es sei letztklassig, dass aus diesem tragischen Fall politisches Kleingeld gewechselt werde, kritisierte er. Er selbst habe Kontakt zu den Hinterbliebenen des Musikers aufgenommen und man sei zum Schluss gekommen, dass es bei der Veranstaltung in Kärnten nicht zur Infektion gekommen sein könne.

Ladstätters Bruder hat sich in diesem Zusammenhang beim KURIER gemeldet. "Mein Bruder begab sich Anfang November wegen eines Bandscheibenvorfalles in Behandlung in das Landeskrankenhaus Wolfsberg, wurde bei Eintritt getestet und war Corona-frei", weist Hans-Jörg Ladstätter Berichte zurück, wonach sich "Lucky" beim FPÖ-Event angesteckt habe. Vielmehr dürfte sich "Lucky" erst im Krankenhaus infiziert haben, "da plötzlich alle im Krankenzimmer befindlichen Patienten positiv getestet wurden", so der Bruder.

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