Kultur
05.12.2018

Annie Leibovitz: Zurück zum Ursprung

Ein neuer Bildband beleuchtet die Lehrjahre der US-amerikanischen Star-Fotografin Annie Leibovitz.

Die schwangere Demi Moore, der nackte John Lennon oder Arnold Schwarzeneggers durchtrainierter Hintern – keiner ist Annie Leibovitz entkommen. Wie so oft, spielte auch bei der Karriere der US-Fotografin der Zufall eine gewichtige Rolle. Eigentlich wollte sie Malerei studieren, doch dann entdeckte Leibovitz die Fotografie für sich: „Das erste Bild, das mich dazu brachte, zu glauben, dass ich eine Fotografin sein könnte, entstand am Hafen von Half Moon Bay durch ein Autofenster.“ Dieses Bild ist dann auch Teil des kürzlich im Taschen Verlag veröffentlichten Buches „Annie Leibovitz. The Early Years, 1970–1983“.

Es dokumentiert Leibovitz’ steilen Aufstieg zu einer der gefragtesten Fotografinnen weltweit, der eng mit ihren frühen Arbeiten für den Rolling Stone verbunden ist. Über das Magazin kam sie auch mit den Hollywoodstars in Berührung, von denen sich viele von Leibovitz fotografieren haben lassen.

 

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang hat die 1949 als Anna-Lou Leibovitz im Bundesstaat Connecticut in eine jüdische Großfamilie hineingeborene Fotografin mit ihren Arbeiten popkulturelle Meilensteine geschaffen.

Die spannendsten und zugleich auch besten Aufnahmen sind zu Beginn ihrer Karriere entstanden, wo sie sich mit jugendlicher Unbekümmertheit nicht um Technik, richtiges Licht und Inszenierung kümmerte, sondern bloß den Moment festhielt. „Annie Leibovitz. The Early Years, 1970–1983“ ist voll von diesen raren rohen Schwarz-Weiß-Schnappschüssen.

INFO: Annie Leibovitz:„The Early Years, 1970–1983“.Taschen Verlag. 180 Seiten. 40 Euro.