Andreas Gabalier
Andreas Gabalier

© APA/dpa/Silas Stein

Kultur
06/04/2021

Gabalier mit neuem Song: "Selbstverständlich, dass Liebe für alle ist"

Der Volks-Rock'n'Roller überrascht mit "Liebe Leben".

„Man hat’s nicht leicht auf derer Welt, wenn man als Manderl noch auf a Weiberl steht“, sagte Volks-Rock'n'Roller Andreas Gabalier 2015 beim Amadeus Award und erntete dafür heftige Kritik.

Im Ö3-Wecker hat Gabalier am Freitag einen neuen Song vorgestellt, mit dem er andere Töne anschlägt. In „Liebe Leben“ singt der Steirer etwa: „Ob Frau und Mann oder Mann und Mann, oder zwei Mädchen dann irgendwann, wenn der Forrest Gump nicht mehr laufen kann, ist es Liebe“.

Auf die Frage, ob es sich um bei dem Song um ein Friedensangebot nach seiner Aussage beim Amadeus Award handle, antwortete Gabalier im Ö3-Interview: "Das war überhaupt nie eine Kampfansage. Ich hätte mich damals schlichtweg einfach nur gefreut, wenn man diesen Musikpreis auch ein bisschen mehr aufgrund von Fakten und Zahlen übergeben hätte. Es hätte überhaupt nie ein Angriff auf irgendjemanden sein sollen."

In der heutigen Zeit müsse es "sowas von selbstverständlich sein, dass Liebe für alle ist", so Gabalier. Es tue ihm leid, was aus dieser Aussage medial gemacht worden sei und was sie bewirkt habe. "Diese homophobe Ecke, in die ich dann gerückt worden bin, weil zum gleichen Zeitpunkt ja auch die Conchita damals den Song Contest gewonnen hat und die Kamera dann natürlich auf sie geschwenkt hat oder auf ihn, das tut mir einfach leid, weil ich ganz bestimmt niemanden damit verletzen wollte". Deshalb sei es ihm ein Bedürfnis gewesen, "dass ich da einmal was schreibe und mit diesem beschwingten Sommersong reinen Tisch mache."

Sorge, dass diese Botschaft bei konservativeren Fans für Irritation sorgen könne, habe er nicht: "Ich glaube nicht, dass sich jemand irritiert fühlt, weil mich meine Leute kennen, die wissen wie ich ticke. Da gibt es so viel fröhliche Musik, da gibt es so viel Offenheit." 

Für Diskussionen hat Gabalier in der Vergangenheit auch gesorgt, weil er die Bundeshymne ohne "Töchter" gesungen hatte. Dabei wolle er auch bleiben, so Gabalier auf Ö3: "Man muss nicht immer alles, was einmal war, krampfhaft schlechtreden."

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