Kolumnen
12/12/2020

Vom No-Year ins New Year

Plant die Regierung einen No-Deal-Exit für 2020? Dass 2021 kommen soll, ist aber fix, mit oder ohne Silvesterparty.

von Birgit Braunrath

Für Verwirrung sorgte gestern die Meldung „Kanzler Kurz sagt Silvester ab“ – warten doch viele bereits sehnsüchtig darauf, dass das Jahr 2020 endlich zurücktritt und den Weg frei macht für 2021. Gemeint war aber gar nicht, dass Kurz das Jahr 2020 in die Verlängerung schickt, sondern nur, dass der in Aussicht gestellte Deal, man dürfe zu zehnt Silvester feiern, platzen könnte. Dass also ein No-Deal-Exit drohe, und zwar dem Jahr 2020, das ohnehin keine Schaumweinempfänge und Huldigungsansprachen verdient hat.

So ein No-Deal-Exit würde ganz gut zu dem Jahr passen, in dem No-Touch-Systeme für Seifen- und Desinfektionsmittelspender der Renner wurden; in dem No-Hands-Begrüßungen die Händeschüttler arbeitslos machten; in dem sich No-Reply-Meldungen häuften, weil niemand mehr Antworten hören will, da eh alle alles besser wissen; in dem sich, dank Homeoffice, die No-Poo-Bewegung (der anrüchige Trend, kein Haarshampoo zu verwenden) durchsetzte … und zu dem Jahr, das mit einem No-Deal-Brexit enden könnte. Alles kein Problem: Denn No (big) deal heißt auf Deutsch so viel wie: Kein Problem!

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