Kolumnen
04/14/2020

Regen auf Asphalt

Wie wird sich der Sommer ’20 später einmal anfühlen?

von Guido Tartarotti

Erinnern Sie sich noch an die Sommerferien? Anfang Juli fühlte sich die Zeit an: Fett, prall, warm und endlos. Man wusste genau, vor allem, wenn man verliebt war – in ein Mädchen, ins Licht, ins Leben –   dieser Sommer würde nie enden.  Georg Danzer sang, oder  die Beatles oder meinetwegen die Backstreet Boys, und man wusste: Niemals würde der Herbst kommen, man war unsterblich, die Zeit war ohne Macht, und für immer würde man barfuß  sein und den Sand zwischen den Zehen spüren, und das Leben würde riechen wie frisch geschnittenes Gras oder  die ersten Regentropfen auf heißem Asphalt oder wie Tiroler Nussöl. Und immer war man unterwegs und doch zu Hause.

Psychologen sagen, Tage, denen man erlaubt, leer zu sein, fühlen sich endlos an – und in der Rückschau schrumpfen sie zu Minuten zusammen. Immer war die Ewigkeit im September plötzlich vorbei.

Wie wird sich der Sommer ’20 später einmal anfühlen?
 

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