Welttennis hautnah: Wenn Bälle und Wuchteln tief fliegen

Als Medienmensch hat man beim Weltklassetennis in Wien viel Arbeit, aber auch gelegentlich viel Freud.
Harald Ottawa
Großes Tennis in der Stadthalle

Man muss ja nicht zwingend zum Schläger greifen und denselben schwingen, um als Tennisfan durchgehen zu können. Ein besonderes Highlight für Freunde des gepflegten Filzkugelsports ist das Wiener Stadthallen-Turnier, den Erste Bank Open.

 Für Spieler, die am Ende in allen Sprachen behaupten können, wie liebens- und lebenswert Wien ist (zumindest in den Fünf-Sterne-Hotels sind die Leut’ wirklich freundlich), für Fans und natürlich auch für die unbeliebteste Spezies nach den Ordnungskräften, den Medienvertretern. Da gibt es freilich zwischen Interviews und dem „Zu-Papier-Bringen“ derselben (gibt’s noch) auch ein bisserl Zeit, um Schmäh zu führen. Wenn der überaus kompetenten und fleißige steirische Pressechef zwischendurch Erzählungen und Weisheiten aus der Heimat bringt, ist dies nicht nur unterhaltsam, sondern sehr informativ. „Regnet’s im Mai, ist der April vorbei.“ Wieder was gelernt.

Alte Geschichten

Wenn Altstars wie Thomas Muster oder Hans Kary von ihrer aktiven Zeit berichten, hängen ohnehin alle an deren Lippen. Vor allem die Geschichten von Kary, wie er Elvis traf (oder war es Mozart), sind fast umwerfend. Oder wie er sich einmal einen Wachhund mitnehmen wollte. Das war ein Boxer, der sich aber weniger für den erhofften Zweck eignete. Jedes Mal, wenn es klingelte, ging er in eine Ecke.

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Tennis verbindet einfach alle Schichten. Auch die Altersschichten. Wenngleich die heutigen Spieler nicht mehr so nahbar sind. Es geht mittlerweile auch um viel mehr Geld. Alles ist unpersönlicher geworden. Oder wie Hans Kary berichtet: „Mich kannten damals alle Stewardessen in Österreich persönlich.“

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