Künstler_innen der Langen Nach desa Kabaretts

© Stefan Johamt

Kiku
02/23/2020

Jubiläumsbesucher bei "Musik ist Stumpf" beim Satirefestival

Rekordbesuch beim Satirefestival im Theater Forum Schwechat, Auslastung rund 90 Prozent. Zum Abschluss spielte ein Team.

von Heinz Wagner

Verhalten, fast schüchtern freute sich der fast 76-jährige „Beppi“ als er Samstagabend seine Karte für die „Lange Nacht des Kabaretts“ kaufte. Er war der 4000. Besucher des diesjährigen (19.) Satirefestivals im Theater Forum Schwechat. In den eineinhalb Monaten nach den Weihnachtsferien waren rund zwei Dutzend Künstler_innen und –gruppen aufgetreten, darunter die meisten bekannten heimischen Größen von Roland Düringer bis Nadja Maleh, von Gerald Fleischhacker bis Aida Loss, von den Science Busters bis zu Christoph & Lollo. Auslastung erstmals fast 90 Prozent (89,31%), freuen sich die künstlerische Intendantin Manuela Seidl und der kaufmännische Leiter Daniel Truttmann.

In der Langen Nacht traten einzeln, in Duos bzw. alle gemeinsam mehrere Künstler_innen auf: Sonja Pikart, studierte deutsche Neurobiologin, nahm WLAN Wasserkocher und andere Konsument_innen-unfreundliche Dinge aufs Korn; das vor allem musikalische Duo BE-Quadrat (Bettina Bogdany und Bernhard Viktorin), Didi Sommer als uriger Mühlviertler Bauer und Jo Strauss, als eleganter Oberlehrer-Lyriker und Liedermacher.

Witzige Show

Am besten wohl die Nummer, in der alle gemeinsam eine speziellen Art TV-Show produzieren: „Musik ist Stumpf“. BE-Quadrat spielen bekannte All-Time-Hits an, Sonja Pikart moderiert die Show und lässt Didi Moser sowie Jo Strauss als Experten diskutieren. Letzterer redet gequirlten hochintellektuell klingenden Stuss, ersterer stimmt mit Viertelsätzen und einzelnen Wörtern zu, um dann den Song-Inhalt doch auf menschliche Grundbedürfnisse in einfachen Worten zurückzuführen. Bis sich die Sache beim letzten Song fast umdreht.

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Gelernter Gärtner hat Stammplatz

Die Theaterdirektorin herself fotografierte den Jubiläumsgast, Josef Ölzant. Der Schwechater vertraut dem Kinder-KURIER an: „Ich komm schon seit mehr als 20 Jahren hier ins Theater, war aber vorher als es noch ein Kino war, auch schon immer wieder da.“ Aber nicht nur wegen des Ortes hier in der Ehrenbrunngasse. „Ich geh auch zu den Nestroyspielen in Schwechat oder bin früher öfter nach Wien ins Volks- und andere Theater gefahren.“

Der gelernte Gärtner hat später als Fahrer von Klein-LKW und von PKW bei einer Brauerei und zuletzt bei der Kontrollbank, dort auch im Innendienst, gearbeitet. Hier im Theater hat er seit „ewig“ einen Stammplatz: Reihe 1, Platz 7 – es ist der erste feste Sitz neben dem Seiteingang von der Gasse. Die Sessel daneben können entfernt werden, um Rollstühlen Platz zu machen. „Meine Tochter ist schwer körperbehindert und so kann ich, wenn sie mit dem Rollstuhl da ist, neben ihr sitzen.“

Er kommt „nicht zu jeder Vorstellung, aber zu vielen, beim Satirefestival haben mir am besten die Nadja Maleh und die Aida Loos gefallen. Die hat mir sogar eine Karte fürs Radiokulturhaus organisiert, wo ich jetzt bald hinfahre, wenn „Die Tafelrunde“ fürs Fernsehen aufgezeichnet wird.“

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