Aberkannt, zurückgetreten, verschoben

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Der österreichische Sport ist um einen Knalleffekt reicher. Am Freitagabend hat der Präsident des Tischtennisverbands im KURIER seinen Rücktritt am heutigen Samstag angekündigt. Wolfgang Gotschke zieht damit die Konsequenzen einer schwierigen Aufarbeitung eines Missbrauchsfalls. 

ÖTTV-Präsident tritt zurück: "Wir müssen die Konsequenzen ziehen"

Skandale und Aufreger gibt es unterdessen auch im Fußball. Noch nie dagewesen ist das, was dieser Tage rund um den Afrika Cup passiert ist. Nach dem Skandal-Finale Mitte Jänner wurde nun Senegal rückwirkend der Titel aberkannt. Neuer aktueller Afrika-Cup-Sieger ist stattdessen Finalgegner Marokko. Der Grund: Aufgrund eines Elfmeterpfiffs hatten die Senegal-Spieler frühzeitig - aus Protest - das Spielfeld verlassen und erst nach minutenlanger Unterbrechung weitergespielt - und gewonnen. Das Spiel gelte nun als verloren. 

Nach Skandal-Finale: Senegal wird Afrika-Cup-Titel aberkannt 

Einen anderen Aufreger bietet das Stadion des Wiener Sport-Club. Der Traditionsverein aus Hernals und die Stadt Wien müssen die Stadioneröffnung verschieben. Grund ist der Rasen. Die Hintergründe und den neuen Termin finden Sie im folgenden Artikel. 

Rasen nicht bespielbar: Sport-Club muss Stadioneröffnung verschieben 

Unterdessen geht der Ski-Weltcup 2025/26 ins Finale. Die Superstars Mikalea Shiffrin und Marco Odermatt werden auch heuer wieder absahnen. Doch bei Shiffrin ist der Hafer im Gesamtweltcup noch nicht geschnitten. Denn eine junge Allrounderin lauert nur 140 Punkte hinter dem US-Star. Heute, Samstag, in der Abfahrt könnte sich Emma Aicher kräftig annähern. Die Senkrechtstarterin dieses Winters ist in der Weltcupsaison 2025/’26 in allen Disziplinen zumindest in die Top vier gefahren – und eben deshalb hat Shiffrin beim Weltcupfinale in Norwegen so einen Riesenrespekt vor der jungen Herausforderin. "Sie hätte es sich verdient", sagt Shiffrin selbst. 

Jungstar Aicher: Die „neue Shiffrin“ fordert das Original heraus

Aufregend geht es auch in der Formel 1 her. Die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien wurden wegen des Krieges in Nahost erst einmal vertagt. Trotzdem tut sich einiges. F1-Neuling Audi braucht nach dem Rücktritt von Teamchef Jonathan Wheatley nach nur zwei Rennen bereits einen neuen Teamchef. Und zwischen Fernsehsendern hat sich ein Streit über die Übertragungen entfacht. Nach einer Beschwerde aus Österreich sperrte die Formel 1 einen deutschen TV-Sender aus.

Ein spannendes Sport-Wochenende, egal auf welchen Kanälen, aber immer gern auf kurier.at wünscht Ihnen die KURIER-Sportredaktion.