Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Das Match um den Weltfußball

Liebe Leserin, lieber Leser!

Wem gehört der Fußball? Diese Frage wird in diesen Tagen immer wieder gestellt, wenn es um die Pläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino geht. Der Schweizer will eine 20 Milliarden US-Dollar schwere Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise (FFE) gründen. Diese soll die WM und andere FIFA-Wettbewerbe vermarkten und organisieren. Bis zu 20 Prozent der Anteile sollen privaten Investoren angeboten werden.  

> Gegen Privatisierung: Mehrheit des Weltfußballs gegen FIFA-Boss Infantino

Denken wir das Spiel der grenzenlosen Vermarktung weiter: Kann sich dann ein Getränkekonzern an der WM beteiligen und müssen dann in den Pausen seine Limonaden getrunken werden? Oder kann ein WM-Turnier nur noch dort stattfinden, wo der Investor geschäftliche Interessen hat?

„Das  sind mafiöse Strukturen und ich bin froh, dass es jetzt Widerstand dagegen gibt“, sagt etwa Freiburgs langjähriger Trainer Christian Streich. Der Widerstand ist tatsächlich groß geworden. Neben der UEFA lehnen auch CONCACAF (Mittel- und Nordamerika plus Karibik) und der asiatische Kontinental-Verband den Plan ab. Zusammen haben sie 136 der 211 Mitgliedsverbände der FIFA.

> Infantinos Pläne: Schlittert der Fußball in seine größte Krise?

Doch Infantino gibt nicht auf und will im September im Eilverfahren darüber abstimmen lassen. Sollte das passieren, dann will die UEFA keine Mannschaften mehr zu FIFA-Turnieren schicken. Die Zeichen stehen auf Eskalation, sollte die FIFA nicht einlenken.

Abseits des internationalen Machtkampfes rollt seit Freitag auch in der österreichischen Bundesliga wieder der Ball. Die Vorspiele in den Qualifikationsrunden zum Europacup verliefen vielversprechend: Sturm, Austria und Rapid gewannen in ihren ersten Runden alle sechs Partien.

> Lesen Sie mehr: Jakob Schöller bei Rapid: Der Plan mit dem jüngsten Führungsspieler

Noch etwas Positives: Freuen Sie sich schon auf die nächsten Auftritte von Tennis-Jungstar Lilli Tagger: Die 18-Jährige gewann am Sonntag in Prag ihr erstes Turnier auf der WTA-Tour. Von den aktuellen Top-10 der Weltrangliste waren nur vier Spielerinnen bei ihrem ersten Turniersieg jünger. Tagger hat alles, was es für eine Spitzenspielerin braucht. Jetzt benötigt es nur noch ein wenig Geduld.

> Steiler Aufstieg in die Tennis-Elite: So gut ist Lilli Tagger wirklich      

Ein spannendes Wochenende wünscht Ihnen die KURIER-Sportredaktion.