Schokolade wird aus den fermentierten Fr├╝chten des Kakaobaumes hergestellt.

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Gesund

Neue Studie: Diese Schokolade hilft gegen Depressionen

Dunkle Schokolade kann die Stimmung heben, zeigen neueste Forschungen. Sogar bei Depressionen soll das Naschzeug lindernd wirken.

08/05/2019, 11:14 AM

Die einen lieben sie, die anderen w├╝rden nicht im Traum daran denken, sie als Genussmittel zu bezeichnen: dunkle Schokolade scheidet die Geschm├Ącker. Ihre gesundheitsf├Ârdernde Wirkung konnten Forscher des University College London nun belegen.

Die Erhebung, die im Fachblatt Depression and Anxiety ver├Âffentlicht wurde, ist den beteiligten Wissenschaftern zufolge die erste Untersuchung, die sich mit dem Zusammenhang von Depressionen und dem Konsum unterschiedlicher Schokoladensorten befasst hat.

In Zusammenarbeit mit Wissenschaftern der kanadischen University of Calgary und der Alberta Health Services Canada untersuchten die Forscher Daten von ├╝ber 13.500 Erwachsenen, die im Zuge der US-amerikanischen National Health and Nutrition Examination Survey gesammelt wurden. Der Schokoladekonsum der Studienteilnehmer wurde mit Ergebnissen eines Fragebogens verglichen, der depressive Symptome auf einer Skala einordnet.

Auch andere beeinflussende Faktoren wurden ber├╝cksichtigt, darunter Gr├Â├če, Gewicht, Familienstand, Bildungsstand, Haushaltseinkommen, k├Ârperliche Aktivit├Ąt, Rauchen und chronische Gesundheitsprobleme. So wurde sichergestellt, dass in der Studie nur der Einfluss von Schokolade auf Depressionen gemessen wurde.

Schokolade wirkt

Es zeigte sich: Personen, die angaben, dunkle Schokolade im Alltag zumindest einmal innerhalb von 48 Stunden zu essen, wiesen eine um 70 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit f├╝r depressive Symptome auf ÔÇô im Vergleich zu Probanden, die angaben, ├╝berhaupt keine Schokolade zu essen.

Jene 25 Prozent der Schokokonsumenten, die die meiste Schokolade (egal welche) a├čen, berichteten zudem seltener ├╝ber depressive Symptome als diejenigen, die ├╝berhaupt keine Schokolade a├čen. Zwischen dem Konsum von nicht dunkler Schokolade und depressiven Symptomen fanden die Forscher keinen signifikanten Zusammenhang.

Global gesehen leiden immer mehr Menschen an Angstst├Ârungen und/oder Depressionen. Von Letzterer waren 2015 laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit rund 322 Millionen Menschen betroffen.

Wegweisend

Sarah Jackson, Hauptautorin der Studie vom Institut f├╝r Epidemiologie und Gesundheitspflege des University College London, sagte ├╝ber die Ergebnisse: "Die Studie liefert einige Beweise daf├╝r, dass der Konsum von Schokolade, insbesondere dunkler Schokolade, mit einer verringerten Wahrscheinlichkeit klinisch relevanter depressiver Symptome verbunden sein kann.ÔÇť

Es seien weitere Forschungsarbeiten erforderlich, um die Richtung der Kausalit├Ąt zu kl├Ąren ÔÇô demnach sei es auch denkbar, dass Depressionen dazu f├╝hren, dass Menschen weniger Lust auf Schokolade haben. "Oder es k├Ânnte andere beeinflussende Faktoren geben, die die Wahrscheinlichkeit verringern, dass Menschen dunkle Schokolade essen oder depressive Symptome entwickeln", so Jackson.

Sollte es einen Kausalzusammenhang geben, "muss der biologische Mechanismus verstanden werden, um die Art und Menge des Schokoladekonsums f├╝r eine optimale Vorbeugung und Behandlung von Depressionen zu bestimmen".

Stimmungsaufheller

Dass Schokolade die Stimmung verbessert, wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach belegt.

Zur├╝ckzuf├╝hren ist dieser Effekt auf eine Reihe psychoaktiver Inhaltsstoffe, die ein Gef├╝hl der Euphorie hervorrufen. Schokolade enth├Ąlt auch Phenylethylamin, einen Neuromodulator, von dem angenommen wird, dass er f├╝r die Regulierung der Stimmung der Menschen wichtig ist.

Experimente legen au├čerdem nahe, dass Schokolade nur die Stimmung hebt, wenn der Genuss als angenehm empfunden wird ÔÇô was darauf hindeutet, dass nicht nur die Zutaten f├╝r die Wirkung relevant sind.

W├Ąhrend die genannten Aspekte auf alle Arten von Schokolade zutreffen, enth├Ąlt dunkle Schokolade eine h├Âhere Konzentration an Flavonoiden. Dabei handelt es sich um Antioxidantien, die Entz├╝ndungen im K├Ârper, die ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung von Depressionen spielen, entgegenwirken.

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