"Die Natur hat stets eine Antwort parat – man muss sie nur nutzen", sagt Kräuterexpertin Eva Fauma.

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Gesund

Frauenkräuter: Was bei Regelschmerzen, Milchstau und Wallungen hilft

Heilsames aus Wald und Wiese: Welche Kräuter gegen Regelschmerzen, Migräne und müde Beine gewachsen sind.

von Marlene Patsalidis

04/30/2019, 05:00 AM

Ihr aromatischer Duft ist unverkennbar; von Pflanzenheilkundlern wird die Kamille wegen ihrer entzündungshemmenden und wundheilenden Wirkung geschätzt. Aus einem halben Liter kalt gepresstem Öl und 15 Gramm getrockneten Blütenköpfchen lässt sich ganz einfach ein krampflösender Auszug herstellen. Auf den Bauch aufgetragen lindert dieser Bauchschmerzen während der Menstruation. "Neben Ölen können aus den fiederteiligen Blättern auch Tees, Aufgüsse und Lotionen gezaubert werden, die komplette Pflanze ist außerdem essbar, zum Beispiel im Salat oder als Dekoration auf Süßspeisen", weiß Ernährungswissenschafterin Eva Fauma.

Kräuter-Know-how

In ihrem Buch "Frauenkräuter-Apotheke" hat die Autorin jahrhundertealtes Wissen zu Frauenkräutern zusammengetragen – und mit Rezepturen ergänzt. Die Pflanzenheilkunde sieht Fauma, die ihr Kräuter-Know-how unter anderem auch an der Uni Krems im Lehrgang "Klinische Ernährungsmedizin" weitergibt, als Ergänzung zur Schulmedizin. Ihre Vorteile verortet sie dort, wo "es nicht darum geht, eine schwere Krankheit zu behandeln, sondern darum, leichte Beschwerden abzufangen".

Wirkstoffpakete

Verantwortlich für die wohltuenden Kräuterwirkungen sind die enthaltenen ätherischen Öle (wirken entspannend oder durchblutungsfördernd), Gerbstoffe (wirken blutstillend und beschleunigen die Wundheilung), Flavonoide (haben entzündungshemmendes Potenzial) wie auch Glykoside (Zuckerverbindungen) in Verbindung mit Senfölen, etwa in Kresse oder Rucola (sorgen für die Abwehr von Erregern).

Heilpflanzen können Interessierte in Apotheken, Drogerien, Reformhäusern oder im Internet kaufen. Wer bei Spaziergängen Kräuter pflücken will, sollte sich über deren Aussehen und Beschaffenheit kundig machen: "Es sollten keine Kräuter gesammelt werden, die man nicht kennt." Auch auf die Sammelstelle gilt es zu achten: "Am besten man meidet Wiesen in Hundezonen oder in der Nähe von stark befahrenen Straßen."

Beim Erwerb von Pflänzchen im Fachgeschäft "sollte man auf samenfeste Sorten statt auf Hybridpflanzen setzen, dann hat man im eigenen Garten länger Freude an der Pflanze". Beim Auftragen von Tinkturen und Salben oder der Einnahme von Tropfen sollten werdende Mütter vorsichtig sein: "Während der Schwangerschaft muss Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden, da viele Heilkräuter in dieser Lebensphase nicht eingenommen werden dürfen."

Zurück zur Natur

Wer sich der Welt der Heilkräuter widmet wird, so ist Fauma überzeugt, überrascht sein "wie viel von einfachem, altem Wissen auch heute noch Gültigkeit hat". Für Fauma ist die Beschäftigung mit Kräutern nicht zuletzt ein Weg, "dem eigenen Körper und der Natur wieder näher zu kommen".

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