© Vanillas Eis-Cafe-Patisserie

Genuss
06/24/2019

Vanillas: Der schönste Eissalon Wiens hat eröffnet

Werbe-Profi Helmut Samek eröffnete im Palais Harrach den wohl schönsten Eissalon Wiens: Das Eis kommt von Harrer Eisdielen.

Palais-hohe Wände, Stuckverzierungen, Marmor mit rosa Adern, rosa und hellblauer Samt: Ohne Übertreibung lässt sich sagen, dass es keinen hübscheren Eissalon in Wien gibt als den neueröffneten Vanillas im Palais Harrach.

Fast zwei Jahre hat Gastro-Quereinsteiger Helmut Samek für den Standort gekämpft: "Es gibt so viele coole Eissalons, ich wollte was Romantisches machen", erzählt der Werbe-Profi im Interview mit dem KURIER.

Damit die Location nicht kitschig wirkt, entschied sich Samek für eine Wand-Zeichnung im Eingangsbereich von Streetart-Künstler Otto Girsch alias El Lasso. Malerin Mouna Arnaout steuerte für den Gastraum zwei Porträts im Stil moderner Kaffeehaus-Besucherinnen bei.

Das Eis kreiert der umtriebige Unternehmer noch nicht selbst. Derzeit kommt das Gefrorene von den Harrer Eisdielen, u.a. in Bad Vöslau. Für diese stellte er erlesene Partner aus, so kommen etwa das Kürbiskern-Nougat oder die dunkle Schokolade von Zotter.

Die fruchtigen Sorten wie derzeit die Wachauer Marille sind wahre Frucht-Explosionen und konkurrieren mit den besten Eissalons der Stadt. Verkaufsschlager ist das Mango-Eis, das beim KURIER-Augenschein leider nicht vorrätig war.

Die Fruchteissorten sind Sorbets, also vegan, aber auch viele andere Eissorten kommen ohne tierische Produkte aus: "Wobei ich das nicht gerne betone, der Geschmack soll im Vordergrund stehen. Am Anfang hab ich gedacht, dass das Eismachen nicht schwer ist, mittlerweile weiß ich, dass das nicht stimmt", sagt Samek.

Genauso wie die Torten und Cupcakes in der Vitrine: "Wir wollen keinen Trends nachlaufen, aber 70 Prozen der weiblichen Kundschaft wünschen vegan. Also liefern wir, was gewünscht wird. Aber es soll gut schmecken." Die Torten kommen von Manuela Eichner, die das Marzipan-Atelier betreibt und bei Demel gelernt hat.

Zum Kuchen wird Kaffee von Rauwolf getrunken, der auf einer Cimbali aufgebrüht wird.

Derzeit würde sich so manche Sorte überhaupt nicht rechnen: Für so manche Nougatsorte zahlt der Eissalon-Besitzer netto 33 Euro pro Kilo und verkauft das Eis pro Kugel um 1,90 Euro. Aber die Kostenrechnung ignoriert der Gastro-Quereinsteiger derzeit. Demnächst sind außergewöhnliche Eissorten wie aus dem Kochwasser von Palmenblättern geplant.

Neben den wechselnden 18 Sorten wird es auch einen Ice Cream Cupcake geben: Dieser funktioniert ganz ohne Muffin in eine Kugel Eiscreme wird ein flüssiger Kern gesetzt, darüber kommt dann ein Topping. Geplant sind ein Pistazien-Eis mit flüssigem Nougat bzw. ein Mohn-Eis mit einem Kern aus warmem Himbeercurd.

Der Name "Vanillas Eis-Cafe-Patisserie" verrät, dass Samek bereits Größeres plant: "Wenn's gut funtkioniert, würde ich gerne wachsen. Ich suche bereits einen zweiten Standort. Außerdem würde ich gerne eine Patisserie aufbauen."

Womit der Unternehmer nicht gerechnet hatte, waren die Vorlieben der Gäste, was Becher und Stanitzel betrifft: "Ich wollte der Umwelt zuliebe ursprünglich auf Eisbecher komplett verzichten, allerdings sind die Kunden, die keinen Becher in der ersten Woche bekommen haben, gleich wieder gegangen." Von einem Stanitzel konnte er sie nicht überzeugen.

Info: Vanillas, Freyung 3, 1010 Wien, Montag bis Sonntag 10 bis 22 Uhr