Zu süß und zu kalorienreich: Amerikaner verzichten auf Cornflakes.

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Amerikaner essen weniger Cornflakes
10/13/2016

Amerikaner essen weniger Cornflakes

Das Geschäft mit Cornflakes sank binnen sechs Jahren von 12,7 Milliarden auf 10,6 Milliarden Dollar.

von Anita Kattinger

Ganz unerwartet kommt die Meldung nicht: Die Amerikaner wollen keine Cornflakes mehr zum Frühstück essen. Vor sechs Jahren war der Markt noch 12,7 Milliarden Dollar schwer, jetzt sackte der Umsatz mit Cerealien auf 10,6 Milliarden ab, wie IBISWorld bekannt gab. Bis 2020 sehen die Analysten keine Aussicht auf Besserung und sie geben auch gleich mehrere Antworten, warum das so ist. Das klassische Frühstücken am Küchen- oder Esszimmer-Tisch ist passé – die Menschen frühstücken unterwegs oder am Schreibtisch vor dem Bildschirm. Einen weiteren Grund vermuten die Unternehmensberater rund um die Anti-Zucker-Stimmung seitens der Politik und in der Bevölkerung.

Große Player wie Kellogg's (u.a. Frosties, Choco Krispies), General Mills Inc. und Post Holdings Inc. suchen sich neue Geschäftsfelder. LautLA Timeskündigte General Mills-Vorstand Kendall Powell – das Unternehmen kooperiert gemeinsam mit Nestlé im Cerealien-Geschäft – bereits auf einer Investoren-Konferenz im Juli eine Richtungsänderung an: "Heute ändern sich die Konsumentenwünsche rasch, also müssen wir unsere Anstrengungen dahin gehend aufbringen, diese Wünsche zu erkennen und darauf eine Antwort geben."

Echte Erdbeeren am Frühstückstisch

Der Marktanteil von gesunden Cornflakes-Alternativen ohne Zucker würde stetig wachsen. Seit Jahren brandmarken US-Ernährungswissenschafter Frühstücksflocken als zu kalorienreich und zu süß. Ein Trend-Bericht der Mintel Group Ltd. sagt voraus, dass Konsumenten einen Mehrwert wie einen hohen Proteinanteil im Frühstücks-Angebot suchen. Powell erklärte seinen Investoren: "Konsumenten suchen Produkte, die ihrer persönlichen Definition von echten Lebensmitteln entsprechen, das bedeutet unter anderem: weniger industriell hergestellt und Zutaten mit einem hohen Wiedererkennungswert. Sie verlangen Transparenz von Manufakturen über die Herstellung."

Erst im Herbst stieg Kellogg's beim Müsliproduzenten Vita+ Naturprodukte GmbH ein – hinter der Tiroler Manufaktur steht Gernot Langes-Swarovski. Die Amerikaner erwarben 51 Prozent an dem Unternehmen mit Sitz in Itter bei Wörgl im Tiroler Unterland, die körnigen Produkte wie Porridge sind unter der MarkeVerival Bioim Handel erhältlich.

Die ersten neuen Snacks für die "Millennials" sind bereits in US-Supermarktregalen: Kellogg's setzt auf Granola und General Mills auf kleine Frühstücks-Toasts mit echten Erdbeeren und Heidelbeeren – ohne Farbstoffe, ohne Zucker.

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