So sieht die Cremeschnitte aus der Aida-Konditorei aus.

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freizeit Essen & Trinken
03/26/2019

Rezept-Fund in altem Aida-Tresor: Wer hat die Cremeschnitte erfunden?

Nachdem ein verschollen geglaubtes Rezept entdeckt wurde, beansprucht Aida den Ursprung der süßen Kreation für sich.

Seit über 100 Jahren finden Naschkatzen in den Aida-Kultcafés alles, was das Herz begehrt. Besonders beliebt im Süßspeisen-Sortiment: die Cremeschnitten. Diese werden nach einem geheimen Rezept in den Backstuben der Filialen zubereitet.

Bisher konnte kein Beweis für den originären Ursprung der Aida-Cremeschnitte erbracht werden, da man die Rezepte im Zuge des Zweiten Weltkriegs als vernichtet glaubte. Mit dem Fund alter Unterlagen im Herbst des vergangenen Jahres könnte sich das nun ändern.

Einblick in vergangene Zeiten

Im Keller der Aida-Filiale im ersten Wiener Gemeindebezirk wurden Unterlagen des Gründers Josef Prousek und seines Sohnes Felix aus den 1920er bis 1940er Jahren gefunden, die man als verschollen ansah.

So wurden in der Bognergasse 3 etwa Rezepte, Dekorationen und Einkaufslisten entdeckt.

Eines der Rezepte ist eine handschriftliche Backanleitung der Aida-Cremeschnitte aus dem Jahr 1943. Dieses Rezept basiert auf mündlichen Überlieferungen Prouseks aus dem Gründungsjahr 1913. Das wiedergefundene Rezept deckt sich zur Gänze mit jenem, das mündlich weitergegeben wurde.

Suche nach dem ältesten Cremeschnitten-Rezept

"Dank dieses Rezepts erheben wir Anspruch auf die originäre Cremeschnitte Österreichs - ja womöglich sogar weltweit", sagt Junior-Chef Dominik Prousek. "Wir rufen ganz Österreich und alle Länder der ehemaligen k. & k. Monarchie auf, gemeinsam mit uns nach dem ältesten Cremeschnitten-Rezept zu suchen. Meine Familie und ich sind sehr gespannt und freuen uns auf viele alte Rezepte und den aktiven Austausch mit Konditoren in ganz Europa."

Erste Recherchen vonseiten der Konditorei hätten ergeben, dass die berühmte Cremeschnitte aus dem Hotel Park in der Slowenischen Stadt Bled auf den Konditor Istvan Lukacevic und das Jahr 1953 zurückgeht. So finden sich weitere Kreationen in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Serbien und Rumänien sowie der Schweiz und anderen Ländern.

Immer wieder wird auf eine Verfeinerung eines älteren Rezeptes hingewiesen; so auch bei Josef Prousek, der 1913 seine Cremeschnitte aus der Konditor-Wiege hob. Den schriftlichen Beleg gibt es 30 Jahre später aus dem Jahr 1943.

Sie haben ein schriftliches Rezept, das aus dem Jahr 1943 stammt oder noch älter ist? Melden Sie sich unter lebensart@kurier.at.

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