Hauben
10/22/2014

Gault&Millau 2015: Die besten Restaurants

Die Obauer-Brüder, Heinz Reitbauer und Simon Taxacher sind die besten Köche des Landes.

von Anita Kattinger

Beef tatar, gegrillte Wassermelone und Krustentiere – so lautet die Liste der häufigsten Vorspeisen, durch die sich die Tester des Gault&Millau im heurigen Jahr durchfuttern mussten. Selbst gebackenes Brot und ein Bier-Sommelier dürfen in der gehobenen Gastronomie schon als "normal" bezeichnet werden. (Text geht unter der Bildergalerie weiter)

So richtig überrascht hat die Tester eine ganz andere Entwicklung: "Die Spitze unserer Haubenrestaurants scheint unterschiedliche Wege einzuschlagen – während die eine Fraktion nicht ohne Hightech-Küchengerät überleben kann und zu jedem Fleischlaberl ein Senf-Sorbet und ein Rohzwiebel-Mousse serviert, arbeitet die andere Gruppe puristischer denn je", urteilen Martina und Karl Hohenlohe, die Chefredakteurin und der Herausgeber des Restaurantführers.

Kochelite

Zu dieser mutigen Minderheit gehört das neue kulinarische Konzept von Alain Weissgerber für den "Taubenkobel", das auf Anhieb drei Hauben einheimst und mit 18 von 20 Punkten das beste Restaurant im Burgenland bleibt. In diese Kategorie fällt aber auch die Küche des erst 23-jährigen Harald Irka in der "Saziani Stub’n", der seine 17 Punkte halten kann. Die Jungen Philip Rachinger vom "Mühltalhof" und Benjamin Parth vom "Stüva" stellten ihr Können ebenso unter Beweis und erkochten sich die dritte Haube. Mit 19 von 20 Punkten bilden die Vier-Hauben-Köche Karl und Rudolf Obauer, Heinz Reitbauer und Simon Taxacher erneut die Gourmet-Elite des Landes. Die Brüder Obauer aus Werfen halten sich somit seit 20 Jahren an der Spitze. Dass nicht immer das teuerste Rindfleisch im Mittelpunkt stehen muss, beweist Paul Ivic mit seiner vegetarischen Kost im "Tian", nun mit drei Hauben gekürt.

Kleiner Hauben-Regen

Es kann nicht nur Gewinner geben, zu den prominenten Absteigern gehören der Weyringer in Henndorf am Wallersee, das Sacher-Restaurant "Anna Sacher" und der Artner am Franziskanerplatz – sie verlieren eine Haube. Obwohl die Tester 103 Betriebe aufwerteten und es 81 Neueinsteiger gibt, regnete es weniger Hauben als im Jahr zuvor – heuer dürfen sich 587 Lokale mit Hauben schmücken. Wer Haute Cuisine im Skiurlaub braucht: Lech führt die Rangliste aller Orte mit den meisten Hauben an. Wien rangiert bei den Städten auf Platz 1.

Österreichs Beste: Restaurants mit drei und vier Hauben

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