Genuss
20.12.2017

Test: Wo es guten Frisch-Lachs gibt

Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich haben Frisch-Lachs nach einem Test ein gutes Zeugnis ausgestellt.

Die Lachse – alle aus Aquakulturen – wurden in unterschiedlichen Einzelhandelsgeschäften vom Diskonter bis zum Frischfischhändler in Linz und Umgebung gekauft. Sie waren entweder an der Frischetheke auf Eis gekühlt oder im Kühlregal unter Schutzatmosphäre verpackt angeboten worden. Unter Einhaltung der Kühlkette wurden sie in ein Labor gebracht. Ihre Bewertung setzte sich aus den sensorischen, mikrobiologischen und chemisch-physikalischen Untersuchungsergebnissen sowie der berechtigten Verbrauchererwartung zusammen.

Acht von zehn Proben waren einwandfrei, zwei waren zumindest wertgemindert: Bei einer Probe wurde eine Listerienkontamination festgestellt. Die Bakterien können bei Schwangeren, Kleinkindern oder immungeschwächten Personen zu einer schweren Erkrankung führen. Weil obendrein kein Hinweis angebracht war, dass dieser Fisch nicht zum Rohverzehr geeignet ist, wurde er als wertgemindert beurteilt. Eine weitere Probe erhielt das Testurteil "nicht mehr zum Verzehr geeignet" (Anm: Merkur, Wegscheider Straße 3, 4020 Linz, 27,90 Euro): Denn sie wurde nicht nur optisch und geruchlich für nicht mehr in Ordnung befunden. Sie zeigte auch schwere mikrobiologische Mängel wie eine erhöhte Gesamtkeimzahl und unerfreulich hohe Gehalte an Fäkalkeimen und Verderbserregern.

Die Lachse kosteten zwischen 19,90 und 66 Euro pro Kilo. Gute Qualität sei aber keine Frage des Preises, stellten die Konsumentenschützer fest. Erstklassigen Fisch gebe es auch um wenig Geld. Am ökologisch verträglichsten ist Bio-Qualität, diese ist allerdings empfindlich teurer.

Die detaillierten Ergebnisse finden Sie hier.