Genuss
13.07.2018

1,2 Kilogramm schwer: Wo gigantische Avocados wachsen

In Australien werden Exemplare der Butterfrucht verkauft, die genug Fruchtfleisch für 20 Avocado-Toasts liefern.

Avocado-Liebhaber aufgepasst: In Australien kann man die gesunde Butterfrucht nun in gigantischer Größe erstehen. Die "Avozillas", wie die überdimensionierten Exemplare auch genannt werden, sind im Schnitt vier Mal so groß wie reguläre Avocados und wiegen rund 1,2 Kilogramm. Kostenpunkt: zwölf australische Dollar, das sind umgerechnet knapp acht Euro.

Ganz neu sind die riesigen Avocados allerdings nicht, berichtet der Independent. Erstmals angebaut wurden sie demnach in Südafrika. Jene Bauern, die Riesenavocados dort angesetzt haben, besitzen auch die Rechte für die Neuzüchtung.

Nun kommen auch australische Verbraucher in den Genuss der großen Butterfrüchte. Gezüchtet werden diese in Queensland. Abgesehen von Gewicht und Größe seien Avozillas regulären Avocados sehr ähnlich, wie Avocadobauer Ian Groves im Interview mit dem Guardian betont. Demnach schmecken sie genau wie normale Avocados, lediglich das Fruchtfleisch sei etwas weicher und damit leichter am Brot zu verteilen. Groves zeigt sich jedenfalls begeistert von dem Nahrungsmittel: "Ich liebe sie. Wir essen sie daheim die ganze Zeit."

Nischenprodukt

Groves, der die Züchtung vor zehn Jahren erstmals angebaut hat und nun die ersten Früchte ausliefern konnte, erklärt auch, dass es noch Jahre dauern könnte, bis die Riesenavocados in großem Stil vertrieben werden können. Denn die Avocadobäume bräuchten im Schnitt rund vier Jahre, bevor sie Früchte tragen. Außerdem sei der Ertrag pro Baum geringer als bei normalen Avocadobäumen. Derzeit kann man die Avozillas daher nur in Brisbane, Sydney, Adelaide und Perth erwerben.

Ob sich die Riesenavocado am Markt durchsetzen wird, bleibt ebenfalls fraglich. Groves zufolge kenne er nur einen zweiten australischen Bauern, der kürzlich rund 2.000 Avozillabäume gepflanzt hat. Er selbst besitze zurzeit 400 Bäume - "aber ich weiß nicht, ob andere Züchter auf den Zug aufspringen werden, es ist immerhin ein Nischenprodukt."