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freizeit
05/12/2021

„Wurlitzer“-Comeback: So kultig führten Alfons Haider & Co durch den Nachmittag

Alfons Haider moderiert morgen „Das große Sommerhit-Wunschkonzert“, eine Art Wurlitzer reloaded. Die ORF-Sendung war legendär. Ein Streifzug.

von Alexander Kern

„Großvater“, Elton Johns „Nikita“ und immer wieder die Zillertaler Schürzenjäger: Als ORF 2 noch FS2 hieß, war der „Wurlitzer“ im Nachmittagsprogramm so etwas wie das Lagerfeuer, an dem sich die fernsehende Nation zur Kaffeejausen-Zeit um 16 Uhr versammelte.

1987 wurde die Sendung zum ersten Mal ausgestrahlt. Ihr Dreh- und Angelpunkt: die oft liebevoll „Wurli“ geheißene Jukebox. Zuseher wünschten sich per Fax oder Anruf beliebte Hits oder andere TV-Beiträge. Moderatoren von Peter Rapp über Reinhard Jesionek bis Vera Russwurm drückten darauf bis 1995 die richtigen Knöpfe – und schon erfreute man sich etwa am schmachtenden Freddy Quinn, den blödelnden Skistars Franz Klammer und Werner Grissmann oder den Dire Straits.

Schöne Grüße nicht vergessen!

Ganz wichtig dabei, wenn der Moderator einen Anruf am Schnurlostelefon im Plexiglas-Studio entgegennahm: „Darf ich noch jemand grüßen lassen?“ Und schon erfreuten sich die 2b, die Mama oder die Kollegen vom Kegelverein über ein paar freundliche Worte, ausgerichtet im Fernsehen.

Viele erinnern sich gern und mit liebevoll nostalgischen Gefühlen an die legendäre Sendung. Morgen feiert sie eine Art Comeback: Alfons Haider, der einst ebenfalls den „Wurlitzer“ moderierte, präsentiert „Das große Sommerhit-Wunschkonzert“ (22 Uhr, ORF 2).

Die Zuschauer konnten ihre Musikwünsche an den ORF richten und eine Widmung anfügen. In der Show werden die meistgewünschten Songs – von Evergreens über Schlager bis Pop – ganz in „Wurlitzer“-Tradition und im Beisein prominenter Musikpaten abgespielt.

Alfons Haider: „Toll!"

Auf Facebook schreibt Alfons Haider: „Ich durfte hunderte „Wurlitzer“-Sendungen moderieren und habe dabei viel lernen können. Toll, dass der ORF dieses Sendeformat wiederaufnimmt!“

Zur Einstimmung blicken wir zurück auf einige schöne Ausschnitte:

1993 wurde Falco von Reinhard Jesionek im „Wurlitzer“ interviewt. Witzig: In der Anmoderation gilt Hubert von Goisern noch als „hoffnungsvoller Newcomer“.

Heute würde man von einem „Takeover“ sprechen, damals hieß es einfach Gastmoderator. In dieser Ausgabe erfüllte Schlagersänger Roy Black Musikwünsche:

Eine Moderatorin war auch Elisabeth Engstler, die einst für Österreich beim Eurovision Song Contest startete und später viele Sendungen im ORF moderierte. Der „Wurlitzer“ war eine davon. Immer wieder darin gewünscht: Engstlers Song „Lonely“. Das Video dazu: quasi eine Hommage an den Tom-Cruise-Erfolgsfilm „Top Gun“.

Stars kamen gern ins Studio, um ihre neuen Songs vorzustellen. Hier wird Sandra („Maria Magdalena“) 1987 von Peter Rapp interviewt:

Und in folgendem Clip Alfred und Willi von den Zillertaler Schürzenjägern von Elisabeth Engstler:

Ganz am Anfang lief der „Wurlitzer“ übrigens am Samstag und unter dem Namen „Das rot-weiß-rote Wunschprogramm". Hier die etwas dramatisch geratene Signation dazu:

Übrigens gab es am Samstagnachmittag auch einen „Kinder-Wurlitzer“, moderiert unter anderem von Thomas Brezina. Und hier von Edith Rolles:

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